Handball Nationalmannschaft
Gelungener Saisonausklang für DHB-Nationalteams

Die beiden deutschen Handball-Nationalteams haben das Jahr mit Siegen ausklingen lassen. Gegen die Mannschaften aus Slowenien gelangen DHB-Damen und -Herren am Sonntag jeweils Siege.

Sowohl das Herren- als auch das Frauen-Nationalteam konnte zum Abschluss des Jahres noch einmal jubeln und bewiesen vor den anstehenden Turnieren ihre Form. Während das personell so gebeutelte Team von Bundestrainer Heiner Brand mit 28:26 (15:12) gegen Slowenien Seelenmassage betrieb, feierten die deutschen Frauen gut eine Woche vor Beginn der WM in St. Petersburg durch den 31:28 (15:16)-Sieg gegen die Osteuropäerinnen eine gelungene WM-Generalprobe.

Rund zwei Monate vor der Männer-EM in der Schweiz (26. Januar bis 5. Februar) zeigte sich der ersatzgeschwächte Titelverteidiger gegenüber der Niederlage in Lemgo (30:31) am Freitag deutlich verbessert. Vor 10 140 Zuschauern in der Westfalenhalle überzeugten Uwe Gensheimer in seinem zweiten Länderspiel (6/1 Tore/Kronau-Östringen) sowie Christian Schoene (5/Göppingen) und Pascal Hens (5/Hamburg) als beste Werfer.

Brand war nach dem Erfolg zufrieden: "Es war ein verdienter Sieg, den Grundstein haben wir in der Abwehr gelegt. Trotzdem gibt es noch viel zu tun, besonders in puncto körperlicher Konstitution müssen wir noch zulegen. Nach den vielen knappen Niederlagen gibt uns der Erfolg wieder Selbstvertrauen."

Besonders Keeper Henning Fritz aus Kiel wurde zum großen Rückhalt für die Gastgeber, die auf acht verletzte beziehungsweise verhinderte Spieler verzichten mussten. Nach durchwachsenem Beginn fing sich das Brand-Team und ging beim 8:7 (18.) erstmals in Führung. Auch nach dem Wechsel dominierte der Europameister die Neuauflage des EM-Finals von 2004. Nicht zuletzt, weil insbesondere der 19-jährige Linksaußen Gensheimer Akzente setzte.

Der Olympia-Zweite schloss das Jahr 2005 mit elf Siegen, drei Unentschieden und elf Niederlagen ab. Allerdings war der Erfolg in Dortmund nach dem neunten Platz bei der WM in Tunesien im Februar erst der zweite Sieg in der zehnten Partie. Trotzdem glaubt DHB-Präsident Ulrich Strombach an ein gutes Abschneiden bei der EM. "Ich traue Team und Trainer eine Überraschung zu, auch wenn die Voraussetzungen aufgrund der knappen Vorbereitungszeit schwierig sind."

Zuvor hatten die DHB-Frauen zwei Tage nach dem 33:27 in Lemgo auch den zweiten Vergleich gegen Slowenien gewonnen und eine gelungene WM-Vorbereitung ideal abgerundet. "Wir haben uns in den letzten Monaten spielerisch gefunden und weiterentwickelt", lobte Bundestrainer Armin Emrich. Besonders Dänemark-Legionärin Grit Jurack überzeugte in der Westfalenhalle mit neun Treffern (davon zwei Siebenmeter) und träumt bei der WM (5. bis 18. Dezember) in Russland sogar von einer Medaille. "Wir können um Edelmetall spielen, wenn wir uns die Kräfte richtig einteilen", meinte Jurack angesichts von sieben Siegen in zehn Vorbereitungspartien.

Dagegen dämpfte Emrich die Erwartungen beim EM-Neunten von 2004, der nach verpasster Qualifikation als Nachrücker zur WM reist, und warnte sogar vor verfrühter Euphorie. "Wir stellen keine Hochrechnungen an. Luftschlösser bauen und über Medaillen reden bringt nichts", betonte Emrich. Im zweiten Duell mit Slowenien war die Defensive vor Geburtstagskind Sabine Englert (Leverkusen) im Tor lange Zeit der Schwachpunkt. Doch nach einem 16:19-Rückstand (34.) kämpfte sich der Gastgeber heran und übernahm nach 46 Minuten erstmals die Führung (24:23).

Nach drei Regenerationstagen trifft sich das deutsche Team am Donnerstag im hessischen Grünberg zum "letzten Feinschliff" (Emrich). Mit dabei sein wird auch wieder die bei der Generalprobe pausierende Dortmunderin Nadine Härdter, die an einer Finger-Verletzung laboriert. Von Frankfurt aus fliegt die Mannschaft dann am Sonntag direkt nach St. Petersburg, wo am Montag (5. Dezember) das WM-Auftaktspiel gegen Polen ansteht. Weitere Gruppengegner sind Olympiasieger Dänemark, Österreich, Brasilien und die Elfenbeinküste.

© SID

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