Handball Nationalmannschaft
Guter Start ins WM-Jahr für DHB-Handballerinnen

Einen Tag nach dem 37:24-Sieg haben die deutschen Handballerinnen den zweiten Vergleich gegen Rumänien 27:29 verloren. Anna Loerper und Franziska Mietzner waren beste Werferinnen.

Mit einem Kantersieg und einer knappen Niederlage sind die deutschen Handballerinnen ins WM-Jahr 2009 gestartet. Gegen Rumänien gewann die stark verjüngte Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) am Samstag in Neckarsulm 37:24 (17:13), tags darauf gab es in Tübingen beim zweiten Vergleich mit dem EM-Fünften allerdings eine 27:29 (14:13)-Niederlage. Der EM-Vierte hinterließ drei Monate vor den WM-Qualifikationsspielen gegen Serbien einen insgesamt guten Eindruck.

Unter der Regie von Juniorinnen-Bundestrainer Rainer Osmann, der nach dem Rücktritt von Armin Emrich als Zwischenlösung auf der deutschen Bank Platz nahm, bestritt Kapitän Grit Jurack am Sonntag ihr 285. Länderspiel und zog mit Rekordnationalspielerin Michaela Erler gleich. Nadja Nadgornaja (Trier), Franziska Mietzner, Christine Beier, Melanie Herrmann (alle Frankfurt) und Wiebke Kethorn (Oldenburg) feierten ihr Debüt in der A-Nationalmannschaft.

Beste Werferinnen waren am Samstag Ania Rösler (Nürnberg/7 Tore), einen Tag später kamen Anna Loerper (Leverkusen) und Mietzner auf jeweils sechs Treffer. Osmann, der auch als ständiger Nachfolger von Emrich gehandelt wird, hatte schon nach dem überraschend deutlichen Erfolg in Neckarsulm viel Lob für sein Team übrig: "Riesenkompliment. Das war ein erster Schritt in die Zukunft, obwohl die Situation im Vorfeld mit Absagen und Ausfällen nicht einfach war."

Unter anderem fehlten die frühere Welthandballerin Nadine Krause sowie die Torhüterinnen Clara Woltering und Sabine Englert, die eine Länderspielpause einlegen. Wenn es im Juni in zwei Spielen gegen Serbien um die Qualifikation für die WM in China (28. November bis 13. Dezember) geht, sollen sie aber ebenso mit dabei sein wie ein neuer Bundestrainer.

Der alte Trainer Emrich wurde vor dem Spiel in Tübingen vor 1 550 Zuschauern durch DHB-Vizepräsident Horst Bredemeier und Jurack offiziell verabschiedet. "Das war eine wunderschöne und wertvolle Zeit", sagte Emrich.

Bredemeier, der die Mannschaft zu Beginn des Trainingslagers vor den Rumänien-Spielen betreut hatte, sieht die deutschen Frauen beim Neuanfang auf einem guten Weg: "Wir haben der Mannschaft eingeimpft, mit sehr viel Freude in die Spiele gegen Rumänien zu gehen. Wir haben jetzt einen breiteren Kader und von hinten gibt es Druck für die Etablierten." Das sei ein kleines Luxusproblem.

© SID

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