Handball Nationalmannschaft
Handball-Weltmeister bezwingen Rumänien

Deutschlands Handball-Weltmeister sind mit einem 31:28 (17:16) gegen Rumänien erfolgreich in die Saison gestartet. In Wetzlar waren Florian Kehrmann und Michael Kraus die erfolgreichsten Schützen.

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat Rumänien in einem Testspiel mit 31:28 (17:16) bezwungen und damit einen erfolgreichen Auftakt in die anstehende Mammutsaison gefeiert. Rund vier Monate vor Beginn der EM in Norwegen und ein knappes Jahr vor dem Olympischen Spielen in Peking zeigte das Team von Bundestrainer Heiner Brand in Wetzlar trotz des Fehlens von sieben WM-Goldmedaillengewinnern eine insgesamt gute Leistung.

Vor 4 600 Zuschauern in der ausverkauften Arena waren Florian Kehrmann (6/1 Tore) und Michael Kraus (5/2 beide TBV Lemgo) die erfolgreichsten Werfer beim 24. Sieg im 57. Duell mit dem Rekord-Weltmeister aus Rumänien.

"Wir haben aufgrund unserer Steigerung in der Abwehr in den letzten 15 Minuten verdient gewonnen. Unsere Deckung in der ersten Halbzeit war katastrophal. Im Angriff haben sich gute und schwächere Szenen abgewechselt", meinte Brand.

Abstimmungsprobleme in Abwehr und Angriff

Trotz der erwarteten Abstimmungsprobleme in Abwehr und Angriff bestand die ersatzgeschwächte Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) damit auch ihre Generalprobe für den anstehenden Supercup in Halle/Westfalen und Dortmund (24. bis 28. Oktober). Die Entscheidung fiel erst Mitte der zweiten Halbzeit, als die Gastgeber auf 28:26 (50.) davonzogen. Garant dafür war vor allem Torhüter Carsten Lichtlein (TBV Lemgo), der im zweiten Durchgang für Henning Fritz kam.

Brand musste im mittelhessischen Wetzlar nicht nur auf Pascal Hens, Torsten Jansen, Johannes Bitter (alle HSV Hamburg) sowie Dominik Klein und Christian Zeitz (beide THW Kiel) verzichten, die in diesen Tagen mit ihren Klubs in die Champions-League-Saison starten. Kurzfristig fiel neben dem angeschlagenen Lars Kaufmann (TBV Lemgo) auch noch Kapitän Markus Baur (Pfadi Winterthur) mit einer am Mittwochmorgen erlittenen Wadenzerrung aus.

Erfolgscoach Brand nutzte die "willkommene Gelegenheit", um den ein oder anderen Perspektivspieler im Nationaldress zu testen. So feierte der Wetzlarer Linksaußen Michael Allendorf sein Nationalmannschafts-Debüt vor heimischem Publikum und war sogar zweimal erfolgreich.

Im ausgeglichenen ersten Abschnitt konnte sich die DHB-Auswahl mit nie mehr als zwei Treffern absetzen. Zwar versuchte Spielmacher Martin Strobel (HBW Balingen-Weilstetten) den fehlenden Baur als Regisseur zu ersetzen, doch der 21-Jährige konnte dem Spiel nicht die gewünschten Akzente geben. Zudem offenbarte die deutsche Deckung mit Abwehrchef Oliver Roggisch (Rhein-Neckar Löwen) ungewohnte Abstimmungsprobleme. Auch nach der Pause wechselten sich auf deutscher Seite gelungene Aktionen mit haarsträubenden Fehlern ab.

Velyky-Comeback mit Licht und Schatten

Das Comeback von Oleg Velyky (Rhein-Neckar Löwen) nach über zehnmonatiger Nationalmannschafts-Abstinenz fiel sehr durchwachsen aus. Der 29 Jahre alte Rückraumspieler hatte wegen diverser Verletzungen und einer Lymphknoten-OP die WM 2007 und die EM 2006 verpasst. Im Abschluss wirkte Velyky in seinem 30. Länderspiel oft überhastet, erzielte aber trotzdem sein insgesamt 100. Tor im DHB-Dress.

"Mein großes Ziel ist jetzt die Teilnahme an der Europameisterschaft im Januar in Norwegen", erklärte der gebürtige Ukrainer, der in den bisherigen sechs Meisterschaftsspielen für die Rhein-Neckar Löwen insgesamt 36 Treffer erzielt hatte.

© SID

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