Handball Nationalmannschaft
Handballerinnen noch nicht in Olympia-Form

Die deutschen Handballerinnen haben bislang noch nicht zu ihrer Olympia-Form gefunden. Nach dem 27:24 im zweiten Testspiel gegen Schweden zeigen sich noch einige Baustellen.

Deutschlands Handballerinnen sind drei Wochen vor den Olympischen Spielen in Peking noch nicht in Medaillenform. "Es gibt noch einige Baustellen, doch wir machen gute Fortschritte", meinte Kreisläuferin Anja Althaus nach den beiden Testspielen gegen den olympischen Gruppengegner Schweden. Am Sonntag in Stuttgart gewann der WM-Dritte 27:24 (15:13), nachdem sich beide Teams am Vortag in Mannheim 21:21 (12:9) getrennt hatten.

"Mit den Ergebnissen können wir leben. Der Ball lief zeitweise noch nicht so gut, aber vor allen Dingen die Abwehr stand schon ganz ordentlich", meinte Bundestrainer Armin Emrich. Der Coach benannte am Sonntag den 15-köpfigen Olympia-Kader und strich Kathrin Blacha (Thüringer HC), Christina Rohde (1. FC Nürnberg) und Isabell Nagel (Buxtehuder SV).

"Wir fahren nicht nach Peking, um nur dabei zu sein. "

Die Zuversicht unter den Spielerinnen jedenfalls ist vor der ersten Olympia-Teilnahme seit 1996 riesengroß. "Wir fahren nicht nach Peking, um nur dabei zu sein. Wir wollen gewinnen", meinte Hoffnungsträgerin Grit Jurack. Allerdings zeigte die Linkshänderin aus Viborg ebenso wie Welthandballerin Nadine Krause (Kopenhagen) vor allen Dingen im ersten Länderspiel Licht als auch Schatten.

Mit 13 Treffern war die im zweiten Vergleich überragende Jurack beste Werferin der deutschen Mannschaft, die am kommenden Wochenende in Köln (26. Juli) und Halle/Westfalen (27. Juli) gegen Angola ihre letzten Testspiele auf deutschem Boden bestreitet.

Gegen Schweden präsentierten sich vor allen Dingen die Leverkusener Torhüterin Clara Woltering und ihre Kollegin Sabine Englert (Hypo Wien) bereits in Olympiaform. "Ihre Verfassung ist sehr erfreulich", lobte Emrich, der auch mit den Leistungen in den vorangegangenen Trainingslagern in Brixen/Südtirol und Nürtingen zufrieden war.

"Das Wort Medaille nehme ich ungern in den Mund"

"Wir hatten ein abwechslungsreiches Programm mit Fechten, Aerobic und Leichtathletik. Es gab nie einen Durchhänger", sagte Emrich. Der Coach will aber keine Olympia-Prognose wagen: "Das Wort Medaille nehme ich ungern in den Mund, obwohl die Mannschaft davon träumt."

In Peking trifft der WM-Bronzemedaillen-Gewinner in den Gruppenspielen auf Weltmeister Russland, Schweden, Brasilien, Ungarn und Südkorea, ehe das Viertelfinale ansteht. Emrich: "Das ist die schwierigere Gruppe, das sind alles hochkarätige Gegner."

© SID

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