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Handball Nationalmannschaft: Island letzter Prüfstein vor der Generalprobe

Heute in Nürnberg und am Sonntag in Regensburg fordert Island die DHB-Männer zu letzten Härtetests vor der EM in Österreich. Die Generalprobe steigt am Mittwoch gegen Brasilien.

Heiner Brand bastelt noch am EM-Kader. Foto: Bongarts/Getty Images Quelle: SID
Heiner Brand bastelt noch am EM-Kader. Foto: Bongarts/Getty Images Quelle: SID

Härtetest, Standortbestimmung und Kampf um die Plätze im EM-Aufgebot: Mit den beiden Vorbereitungsspielen gegen Island am Samstag in Nürnberg und am Sonntag in Regensburg wird es für die deutsche Handball-Nationalmannschaft auf dem Weg zum Saisonhöhepunkt in Österreich (19. bis 31. Januar) langsam ernst. Nach dem noch wenig überzeugenden 30:29-Sieg am Dienstag gegen den EM-Gastgeber will die DHB-Auswahl gegen den Olympia-Zweiten schon einen Gang höher schalten.

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"Island ist ein Gegner, der uns alles abverlangen wird. Das wird keine leichte Prüfung für uns, aber eine interessante Aufgabe, die uns zeigen wird, wo wir genau stehen", sagt Linksaußen Dominik Klein vom THW Kiel vor dem Doppeltest in der letzten Vorbereitungsphase. Die Generalprobe steigt am kommenden Mittwoch in Mannheim gegen Brasilien.

Hartes Training am Ammersee

Wunderdinge sind von der deutschen Mannschaft allerdings noch nicht zu erwarten. Dafür sind die Einheiten im Trainingslager in Herrsching am Ammersee zu intensiv. "Im Training geht es derzeit richtig zur Sache. Da gibt jeder alles", erklärt Spielmacher Michael Kraus vom TBV Lemgo. Ähnliches berichtet auch Klein: "Wir stecken mitten in der Vorbereitung, arbeiten sehr hart und konzentriert und versuchen alles, um zum Start des Turniers auf den Punkt fit zu sein."

Doch die drei verbleibenden Tests werden auch mitentscheidend für die endgültige Kaderauswahl von Bundestrainer Heiner Brand sein. Das derzeit 19-köpfige Aufgebot soll bis zum 18. Januar zunächst auf 15 Spieler reduziert werden, womit sich Brand die Option auf eine Nachnominierung noch während der Vorrunde offenhalten würde. Maximal 16 Spieler darf der Coach für das Turnier benennen. Auf der Mittelposition, am Kreis und Linksaußen ist der Kampf um die Plätze noch nicht endgültig entschieden.

Sorgen auf der Schlüsselposition

Sorgen bereitet Brand aber vor allem eine Schlüsselposition, die in der Vergangenheit oft eine deutsche Domäne war. Im Tor ist nach der Ellenbogen-Operation von Stammkeeper Johannes Bitter vom HSV Hamburg der Kampf um die "Nummer eins" entbrannt. Allerdings überzeugten im Test gegen Österreich weder Silvio Heinevetter (Füchse Berlin) noch Carsten Lichtlein (TBV Lemgo) voll.

Bitter hofft derweil, spätestens beim Abschlusstest gegen Brasilien zwischen die Pfosten zurückzukehren. Wie weit ihn die Auswirkungen der OP vom 28. Dezember, bei der ihm freie Gelenkkörper im linken Ellenbogen entfernt wurden, dann noch behindern, bleibt abzuwarten. Der 27-Jährige ist zuversichtlich: "Ich mache mir keine Sorgen. Es geht von Tag zu Tag besser."

© SID

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