Handball Nationalmannschaft
Jurack fehlen 17 Treffer zu deutschem Torrekord

Dänemark-Legionärin Grit Jurack könnte bei den beiden Länderspielen gegen die Schweiz am Wochenende Handball-Geschichte schreiben. Der 28-Jährigen fehlen nur noch 17 Treffer zum nationalen Torrekord.

Bei den beiden Länderspielen gegen die Schweiz heute (17.00 Uhr) in Weil im Schönbruch bei Sindelfingen und am Sonntag (13.00 Uhr) in Offenburg könnte Dänemark-Legionärin Grit Jurack Handball-Geschichte schreiben. Der 28-Jährigen fehlen insgesamt 17 Treffer um den deutschen Torrekord zu knacken. Diesen hält bislang noch Katrin Mietzner, die in den 80er Jahren für Frankfurt/Oder spielte und 1 095 Tore für Deutschland warf.

Nachdem Grit Jurack im Mai mit ihrem Klub Viborg HK das Double mit Meisterschaft und Champions League gewann, wäre es der nächste Höhepunkt für die zweimalige deutsche Meisterin mit dem HC Leipzig. Doch die 28-Jährige, die seit 2004 in Viborg spielt und bislang 209 Länderspiele für Deutschland bestritt, bleibt gelassen: "Ich habe ja nicht vor, nach den beiden Spielen am Wochenende meine Karriere zu beenden. Irgendwann werde ich diesen Rekord schon schaffen.

Bundestrainer Armin Emrich betont, dass die Taktik des Teams nicht ausschließlich darauf ausgelegt sei, dass Grit Jurack mindestens 16 Tore wirft. "Wenn es trotzdem klappt, umso schöner", meint der Coach.

Im November 2005 hatte Jurack die 1 000-Tore-Marke in einem Testspiel gegen Tschechien erreicht, kurze Zeit später bestritt sie bei der WM in St. Petersburg zunächst ihr 200. Länderspiel, belegte dann mit der Mannschaft Rang sechs und wurde schließlich ins WM-Allstar-Team berufen. "Besser kann eine Saison nicht laufen. Das war perfekt", sagt die Ausnahme-Handballerin.

Emrich testet den Nachwuchs

Da sich das DHB-Team durch Rang fünf bei der EM in Ungarn 2004 direkt für die Europameisterschaft in Schweden (7. bis 17. Dezember) qualifiziert hatte, muss es keine Pflichtspiele absolvieren. Somit kann Emrich zahlreiche junge Spielerinnen testen. "Wir waren lange nicht mehr zusammen und müssen wieder das Gefühl für unser Spiel finden. Es ist noch eine Weile bis zur EM, aber im Sommer werden die Besten geformt", sagt Grit Jurack.

Ihre Namensvetterin Julia Jurack vom Thüringer HC könnte in diesem Jahr die sechste Debütantin im DHB-Trikot werden. "Wir werden die jungen Spielerinnen im Training beobachten und dann entscheiden, wer spielt", sagte Emrich, in dessen Kader in Katja Langkeit (HC Leipzig) eine weitere Spielerin steht, die bisher noch nicht im DHB-Trikot auflief.

Angeschlagen sind derzeit nur Torfrau Ilka Arndt (TSG Ketsch) und Nora Reiche (HC Leipzig), die sich im Training verletzt haben. Ob sie auflaufen können, entscheidet sich erst kurz vor dem ersten Spiel.

© SID

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