Handball Nationalmannschaft
Sieg und Niederlage für DHB-Teams

Die DHB-Herren haben ein Testspiel gegen Slowenien in Lemgo mit 30:31 verloren und warten seit vier Spielen auf einen Sieg. Besser machten es die Damen, die ebenfalls gegen Slowenien antraten und 33:27 siegten.

Die Nationalmannschaften des Deutschen Handball-Bundes (DHB) haben ihre Testspiele gegen Slowenien mit einem Sieg und einer Niederlage abgeschlossen. Die Herren unter Bundestrainer Heiner Brand gingen in Lemgo mit 30:31 (9:15) als Verlierer vom Feld und warten somit seit vier Spielen auf ein Erfolgserlebnis. Dagegen konnten die deutschen Damen einen 33:27 (18:13)-Erfolg feiern.

Vor 4 000 Zuschauern in der Lipperlandhalle konnten auch Lokalmatador Florian Kehrmann (13/2 Tore/Lemgo) und Oleg Velyky (6/Kronau-Östringen) als beste Werfer die Aufholjagd des Europameisters nach dem Wechsel nicht zu einem erfolgreichen Ende bringen. Bereits am Sonntag hat der Olympia-Zweite in der Dortmunder Westfalenhalle (15 Uhr) die Chance auf die Revanche.

Deutschland in Halbzeit eins ganz schwach

Drei Tage nach dem überraschenden Rückzug von Leistungsträger Daniel Stephan, der wegen seiner chronischen Ellenbogenverletzung nach 183 Auswahlpartien seine Länderspielkarriere beendet hatte, lag die DHB-Sieben bereits nach 25 Minuten mit sieben Treffern (6:13) zurück. Vor allen Dingen die offensive 3-2-1-Deckung der Slowenen sowie ein starker Keeper Beno Lapajne stellten die lange Zeit erschreckend hilflosen Deutschen vor unlösbare Probleme.

Selbst Rückkehrer Markus Baur (Lemgo), der nach 15-monatiger Abstinenz und drei Sprunggelenks-Operationen wieder das DHB-Trikot trug, konnte dem Angriffsspiel der Brand-Sieben keine entscheidenden Impulse geben. Der Lemgoer Keeper Carsten Lichtlein verhinderte vor heimischer Kulisse sogar noch einen höheren Rückstand zur Pause, während auf der halbrechten Rückraumposition Jan-Henrik Behrends (Wilhelmshaven) sowie der Berliner Christian Rose maßlos enttäuschten. Trotz einer Steigerung nach dem Wechsel und dem Anschlusstreffer kurz vor Schluss blieben die Gastgeber, bei denen der 19-jährige Uwe Gensheimer (1/Kronau-Östringen) sein Länderspiel-Debüt feierte, einiges schuldig.

DHB-Herren ersatzgeschwächt

Schon die Vorzeichen für das Prestigeduell waren schlecht gewesen. Neben Stephan musste Brand auch den Kieler Christian Zeitz (Ellenbogen-OP), den Nordhorner Holger Glandorf sowie die Göppinger Volker Michel und Michael Kraus (alle Knieblessuren) ersetzen. Zudem fehlten die Auswahlakteure des SC Magdeburg, die am Wochenende bei der Klub-EM im spanischen Leon auflaufen.

Der Frust über die schon obligatorische Verletztenmisere war Brand auch vier Wochen nach dem letzten Platz beim heimischen Supercup noch anzumerken. "Ich habe mir abgewöhnt zu planen. Ich muss eben mit den Spielern arbeiten, die da sind", kommentierte der Weltmeister von 1978 mit saurer Miene. DHB-Präsident Ulrich Strombach liebäugelt aber trotzdem mit einem guten Abschneiden bei der anstehenden EM. "Ich denke, dass wir in der Schweiz trotz allem eine gute Rolle spielen können. Ich traue Team und Trainer durchaus eine Überraschung zu", meinte Strombach, der sich über den gelungenen historischen Doppelpack in Lemgo freute.

Gala-Vorstellung der deutschen Damen

Erstmals in der Länderspiel-Geschichte des größten Handball-Verbandes der Welt hatten vor den Männern auch die deutschen Frauen eine Partie ausgetragen. Das Team von Bundestrainer Armin Emrich besiegte dabei den EM-Neunten vor 3 500 Zuschauern mit 33:27 (18:13) und zeigte rund anderthalb Wochen vor Beginn der WM in St. Petersburg (5. bis 18. Dezember) eine glänzende Vorstellung. Nadine Krause (8/3/Leverkusen) und Stefanie Melbeck (6/Buxtehude) waren die besten deutschen Werferinnen. Die WM-Generalprobe für den EM-Fünften steigt am Sonntag in der Dortmunder Westfalenhalle (13.00).

© SID

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