Handball Olympia
DHB-Team gegen Ägypten im Olympia-Formtest

Heute beginnt für die Handball-Nationalmannschaft die heiße Phase der Olympia-Vorbereitung. In Hamm (15.00 Uhr) trifft der Weltmeister auf Afrikameister Ägypten.

Während die Fußball-Nationalmannschaft auf ihrer EM-Bergtour kurz vor dem Gipfel abgestürzt ist, befinden sich die Handball-Weltmeister bei ihrer Mission Olympia-Medaille noch im Basislager: Die Mannschaft von Bundestrainer Heiner Brand läutet mit einem Doppel-Länderspiel (heute 15.00 Uhr in Hamm und Sonntag 15.00 Uhr in Hannover) gegen Afrikameister Ägypten die heiße Phase der Vorbereitung auf den Saisonhöhepunkt in Peking ein.

"Die Mannschaft zieht bisher super mit. Jetzt freuen wir uns auf die ersten Spiele", erklärte Brand, der gegen Ägypten fast aus dem Vollen schöpfen kann. Einzig Rückkehrer Christian Schwarzer (Rhein-Neckar Löwen) stößt erst am 9. Juli im Trainingslager in Meran/Südtirol zur Mannschaft. Dafür kann Brand gegen den WM-17. wieder auf Schwarzers Teamkollegen Henning Fritz bauen. Der WM-Held hatte beim Lehrgang in Kaiserau eine Kapselverletzung am Finger erlitten, steht seit einigen Tagen aber mit einer Schiene wieder im Tor.

Nach den harten und intensiven Trainingseinheiten, in denen außer mit dem Ball besonders in den Bereichen Schnelligkeit, Beweglichkeit und Kraft gearbeitet wurde, erwartet Brand gegen den Olympia-Gruppengegner "keine Wunderdinge". Unter besonderer Beobachtung werden nach dem Peking-Verzicht von Kapitän Markus Baur der Lemgoer Michael Kraus und Oliver Köhrmann auf der Spielmacherposition stehen. "Köhrmann ist ein Spieler, der über die nötige Erfahrung verfügt, die bei einem so großen Turnier wichtig sein kann", sagt Brand.

DHB-Präsident Strombach erwartet eine Medaille

Der 31-jährige Köhrmann, der in der neuen Saison vom Wilhelmshavener HV zum TV Großwallstadt wechselt, bleibt trotz seiner Verantwortung gelassen: "Vor ein paar Wochen hatte ich überhaupt keine Olympia-Chance. Jetzt werde ich alles geben, um meine Möglichkeit zu nutzen."

Bis zur letzten Nominierungsrunde am 15. Juli muss Heiner Brand beim Deutschen Olympischen Sportbund (Dosb) seinen 14er-Kader plus Ersatzleute für Peking vorschlagen. Die Zielsetzung für die Spiele ist für den Präsidenten des Deutschen Handball-Bundes (DHB), Ulrich Strombach, unterdessen schon klar: "Ich erwarte eine Medaille. Meine Hoffnung ist, dass es eine goldene ist, meine Erwartung aber ist eine Medaille."

Nach dem Trainingslager in Meran stehen am 19. Juli in Mannheim und tags darauf in Stuttgart zwei Spiele gegen Schweden auf dem Programm. Nach einem weiteren Kurz-Lehrgang im westfälischen Halle folgt die Peking-Generalprobe gegen Rekord-Olympiasieger Russland in Köln (26. Juli) und Halle/Westfalen (27. Juli). Bei Olympia trifft die DHB-Auswahl in der Vorrunde auf Ägypten, Russland, Südkorea, Island und Europameister Dänemark.

© SID

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