Handball Olympia
Handball-Weltverband droht der Olympia-Ausschluss

Der Verdacht auf eine manipulierte Olympia-Qualifikation in Asien hat das IOC zum Handeln gezwungen. Das Komitee drohte dem Handball-Weltverband IHF mit dem Ausschluss von den Sommerspielen.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) macht ernst und hat dem Handball-Weltverband IHF mit dem Olympia-Ausschluss gedroht. Anlass war der Manipulationsverdacht in Asiens Qualifikation. Das IOC fordert die Wiederholung des umstrittenen Spiels zwischen Südkorea und Kuwait, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) am Mittwoch berichtete.

Die haushoch favorisierten Südkoreaner hatten die Partie im September in Japan gegen Kuwait überraschend 20:28 verloren und damit die Teilnahme an den Spielen 2008 in Peking verpasst. Die Asiaten fühlten sich dabei massiv durch die jordanischen Schiedsrichter Alshobali/Hirzallach benachteiligt.

Vor dem Spiel hatte der von einem Kuwaiti angeführte asiatische Handballverband AHF dafür gesorgt, dass nicht, wie von der IHF vorgesehen, die deutschen Topschiedsrichter Frank Lemme und Bernd Ullrich aus Magdeburg die Partie leiteten. "Ich habe diese Schmach in der Halle miterlebt. Ich habe noch nichts Schlimmeres gesehen. Das war beschämend", sagte Lemme damals zu den Vorfällen.

Mühlematter: "Wiederholung der Qualifikation ist möglich"

Die IHF hatte jüngst erklärt, wohl noch in diesem Jahr über eine Spielwiederholung zu entscheiden. "Bei der IHF-Ratssitzung in Paris wird über das Thema gesprochen. Dann könnte eine Entscheidung fallen. Eine Wiederholung der Qualifikation ist möglich", sagte IHF-Generalsekretär Peter Mühlematter dem Sport-Informations-Dienst (sid). Die Ratssitzung findet am 18. Dezember in der französischen Hauptstadt statt.

© SID

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