Handball Turnier
Nächster Titel für den THW Kiel

So klein der Kader, so groß der Trophäenschrank. Trotz zahlreicher verletzungsbedingter Ausfälle hat sich der THW Kiel den Titel bei der Vereins-EM gesichert. Im Finale schlugen die "Zebras" Gastgeber Celje 38:34.

Der THW Kiel hat sich die fünfte Trophäe in diesem Jahr gesichert. Bei der Handball-Vereins-EM in Slowenien besiegte die Mannschaft von Trainer Noka Serdarusic im Finale Gastgeber Celje Pivovarna Lasko 38:34 (23:17) und holte nach dem Gewinn von Champions League, Meisterschaft, DHB-Pokal und Supercup erstmals die "Champions Trophy" an die Förde.

Der zu keiner Zeit gefährdete Erfolg spült zudem 35 000 Euro Siegprämie in die THW-Kasse. Der dritte Platz beim Turnier der Europapokalsieger ging an den HSV Hamburg, der sich im "kleinen Finale" mit 31:27 (13:14) gegen den SC Magdeburg durchsetzte.

Omeyer mit starker Vorstellung zwischen den Pfosten

Vor 5 000 lautstarken Zuschauern gelang dem THW auch die erfolgreiche Revanche für die Finalniederlage bei der Vereins-EM 2004 gegen den damaligen Champions-League-Sieger Celje. Sieggaranten für den Bundesligisten im Finale waren neben Torhüter Thierry Omeyer der Slowene Vid Kavticnik mit zehn Toren sowie Regisseur Stefan Lövgren (9 Tore), der diesmal auch als Torschütze glänzte.

Eine Schrecksekunde mussten die verletzungsgeplagten Kieler nur überstehen, als Weltmeister Dominik Klein bei einem Gegenstoß nach einer Viertelstunde aus vollem Lauf mit dem herausstürmenden Celje-Torwart Gorazd Skof zusammenprallte und zunächst liegenblieb. Nach kurzer Behandlungspause konnte der Linksaußen aber weiterspielen.

Dritter Platz für den HSV Hamburg

Zuvor hatten sich die Hamburger, die als Sieger im europäischen Cupwinner-Wettbewerb gemeinsam mit dem THW im Flugzeug über Frankfurt und Graz nach Celje gereist waren, letztlich ungefährdet den dritten Rang und noch 10 000 Euro Preisgeld gesichert. Den Magdeburgern bleibt die Hälfte.

"Ich bin sehr zufrieden. Die Situation war nicht einfach. Meine Jungs mussten die unglückliche Niederlage gestern gegen Kiel erst einmal verdauen. Das haben sie gut gemacht. Wir wollten unbedingt ein Zeichen setzen", sagte HSV-Trainer Martin Schwalb. Überragender Spieler auf dem Feld war Hamburgs Rechtsaußen Hans Lindberg mit elf Treffern. Im Halbfinale am Samstag hatte der HSV bei der 30:31 (14:17)-Niederlage gegen den THW Kiel noch mit dem Schlusspfiff den Ausgleichstreffer verpasst, als ein Siebenmeter gegen die Latte ging.

Die Chance auf ein rein deutsches Endspiel hatte sich allerdings schon nach dem ersten Halbfinale erledigt, als der EHF-Pokalsieger Magdeburg satte neun Minuten brauchte, um gegen Celje sein erstes Tor zu erzielen. Am Ende konnten auch fünf Treffer von Christian Sprenger die 26:33 (11:16)-Niederlage nicht verhindern.

© SID

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