Handball Verband
IHF-Präsident Moustafa steht im Fokus der Kritik

IHF-Präsident Hassan Moustafa steht weiterhin in der Kritik. Der Ägypter wird nun von Seiten der europäischen Topklubs angeklagt, dem Handball schweren Schaden zugefügt zu haben.

Der umstrittene Handball-Weltverbandspräsident Hassan Moustafa ist nun auch in die Kritik der europäischen Topklubs geraten. Die Group Club Handball (GHC) erklärt in einem Schreiben, Moustafa habe "durch sein unverantwortliches Verhalten dem internationalen Handball schweren Schaden zugefügt und damit den Status des Handballs als Olympische Sportart gefährdet". Der Ägypter wird deshalb zu einer detaillierten Erklärung zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen aufgefordert.

Die GHC, zu deren 16 Klubs aus Deutschland Meister THW Kiel, die SG Flensburg-Handewitt, der TBV Lemgo, der HSV Hamburg und der SC Magdeburg gehören, stützt sich bei ihrer Kritik auf länger bekannte Fälle. So verweist sie unter anderem auf Zahlungen von mehr als 500 000 Schweizer Franken, die der Präsident ohne Vorlage jeglicher Belege vom Weltverband entgegengenommen haben soll. Beim Olympia-Qualifikationsturnier in Asien war es im vergangenen Jahr zum Skandal gekommen, als von Moustafa eingesetzte Schiedsrichter ein Spiel nachweislich verpfiffen.

Auch im Anti-Doping-Kampf des Weltverbandes gibt es unter Moustafa offenbar einige Versäumnisse. So soll er Budgets gekürzt haben und darauf bestehen, über Kontrollen im Voraus informiert zu werden.

© SID

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