Handball WM
Brand baut auf angeschlagenes DHB-Trio

Bundestrainer Heiner Brand glaubt weiter an die WM-Teilnahme seiner drei Sorgenkinder. Florian Kehrmann (Handbruch), Oleg Velyky (Innenbandriss im Sprunggelenk) und Holger Glandorf (Brüche im Gesicht) sollen dabei sein.

Heiner Brand lässt sich durch immer neue Hiobsbotschaften seinen Optimismus nicht nehmen und setzt für die Weltmeisterschaft im eigenen Land (19. Januar bis 4. Februar 2007) weiter auf das vorgesehene Personal. Trotz teilweise schwerer Verletzungen rechnet der Bundestrainer fest mit dem Einsatz von Florian Kehrmann, Oleg Velyky und Holger Glandorf.

. "Der Heilungsverlauf bei Kehrmann verläuft gut. Ich bin optimistisch, dass er in der Vorbereitung zur Mannschaft stoßen kann. Velyky wird konservativ mit einem Gipsverband behandelt. Ich hoffe, dass auch er rechtzeitig fit wird", sagte Brand bei einem Empfang in der Düsseldorfer Staatskanzlei.

"Sechzehn Akteure zu hundert Prozent fit"

Der Lemgoer Rechtsaußen Kehrmann pausiert derzeit wegen eines Handbruchs, Rückraumspieler Velyky von der SG Kronau-Östringen hatte am vergangenen Sonntag einen Innenbandriss im Sprunggelenk erlitten. "Wir haben auch noch die Möglichkeit, nach der Vorrunde zwei Spieler nachzunominieren. Die sechzehn Akteure, die ich zunächst berufe, werden auch zu hundert Prozent fit sein", meinte Brand weiter, der auch mit einer WM-Teilnahme von Holger Glandorf (HSG Nordhorn) rechnet.

Der beste Bundesliga-Torschütze (104 Tore/15 Spiele) hatte mehrere Brüche im Gesicht erlitten. Brand: "Ich denke, dass er in der Vorbereitung dabei sein wird." Glandorf soll voraussichtlich zwei Wochen ausfallen. Damit steht bisher nur der Ausfall von Frank von Behren (Flensburg/Kreuzbandriss) fest.

Der Olympiazweite Deutschland trifft in der Vorrunde auf Brasilien, Polen und Argentinien. Brand zählt sein Team dabei zum erweiterten Favoritenkreis. "Als EM-Fünfter waren wir nicht weit von der Weltspitze entfernt. Allerdings sind Frankreich, Spanien, Kroatien und Dänemark die Top-Favoriten. Mit unserem Willen und der Begeisterung der Zuschauer können wir aber etwas bewegen."

DHB-Präsident erwartet wirtschaftlichen Erfolg

Ulrich Strombach rechnet bei der Weltmeisterschaft derweil mit einem finanziellen Gewinn. "Die WM wird wirtschaftlich ein Erfolg. Der erwartete Profit kommt unseren Jugendlichen zu Gute. Ein Teil wird in den Schulsport gesteckt. In diesem Bereich haben wir noch Nachholbedarf´, sagte der Präsident des Deutschen Handball-Bundes (DHB) bei einem Empfang in der Düsseldorfer Staatskanzlei. Strombach kann sich vier Wochen vor dem Eröffnungsspiel in Berlin zwischen Gastgeber Deutschland und Brasilien bereits über den Verkauf von 260 000 der insgesamt 300 000 Tickets freuen.

Außerdem wurden bereits bei der Vermarktung der Veranstaltung im Vorfeld Erfolge erzielt. Im Gegensatz zur Fußball-WM habe man in diesem Bereich eine viel größere Selbstständigkeit. "Das ist durch die Verträge mit den Veranstaltungsorten alles geregelt. Bei der Fußball-WM musste alles abgeklebt werden, und der Weltverband hat die Werbung bestimmt. Das läuft bei uns anders", meinte Strombach weiter. Der DHB musste aus 45 Bewerbern zwölf Austragungsorte auswählen.

© SID

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