Handball WM
Brand braucht ein glückliches Händchen

Bis zum ersten Anwurf der Handball-WM in Deutschland sind es zwar noch sechs Monate, schon heute wird es aber bei der Gruppenauslosung erstmals spannend. In Berlin ist vor allem Bundestrainer Heiner Brand gefragt.

Erst wird Heiner Brand zum Zocker, dann zum Franz Beckenbauer der Handball-WM: Rund sechs Monate vor der Heim-Weltmeisterschaft (19. Januar bis 4. Februar 2007) startet mit der Gruppen-Auslosung heute um 15.00 Uhr in Berlin der Countdown für die längste WM aller Zeiten. "Wir wollen in jeder Hinsicht Maßstäbe setzen und ein toller Gastgeber sein", sagt Ulrich Strombach, Präsident des Deutschen Handball-Bundes (DHB), während sein "Vize" Horst Bredemeier das sportliche Ziel bekräftigt: "Klar wollen wir Weltmeister werden. Aber das wollen sieben andere Mannschaften auch."

Dabei kommt Bundestrainer Brand nicht nur bei der Auslosung im Hotel Maritim eine entscheidende Rolle zu. Wie Beckenbauer bei der gerade zu Ende gegangenen Fußball-WM soll Brand das Gesicht der Handball-Weltmeisterschaft werden. "Heiner hat einen hohen Bekanntheitsgrad in Deutschland, das wollen wir natürlich nutzen. Er wird im Vorfeld an den zwölf Spielorten präsent sein", kündigte Bredemeier im Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst (sid) am Donnerstag an. Roadshows mit Brand sind ebenso geplant wie zahlreiche Pressekonferenzen und Trainingseinheiten mit Jugendteams.

Brand muss abwägen

Heute ist in Berlin erstmal das goldene Händchen des 53-jährigen Gummersbachers gefragt. Da die Regeln des Veranstaltungs- und Organisationskomitees des Weltverbandes IHF vorsehen, dass der Gastgeber sich seine Gruppe aussuchen kann, hat Brand die Qual der Wahl. "Ich muss an eine vernünftige Vorrunde, aber auch an die Hauptrunde denken. Da ist mir einiges durch den Kopf gegangen. Es wird sicher nicht mein Ziel sein, schon in der Gruppenphase gegen Ungarn zu spielen", sagt der Weltmeister von 1978, der nach der dritten von vier Auslosungsrunden entscheiden darf, vor welche drei Teams er seine Mannschaft als Gruppenkopf setzen lassen will.

Auf Titelverteidiger Spanien oder Europameister Frankreich kann die DHB-Auswahl in der ersten Turnierphase aber nicht treffen, da beide Nationen wie auch die Deutschen in der höchsten Leistungsklasse angesiedelt sind. Als Glücksfeen stehen die ehemaligen Welthandballer Daniel Stephan (Lemgo), Magnus Wislander (Schweden), Talant Duschebajew (Spanien) und Yoon Kyung-Shin (Südkorea) bereit.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%