Handball WM
Dänemark gewinnt die Bronzemedaille

Bei der Handball-Weltmeisterschaft hat sich Dänemark im Spiel um Platz drei mit 34:27 gegen Frankreich durchgesetzt und damit die Bronzemedaille gewonnen. Bester Werfer auf Seiten der Skandinavier war Lars Christiansen.

Die Bronzemedaille bei der Handball-Weltmeisterschaft geht an Dänemark. Die Skandinavier setzten sich im Spiel um Platz drei deutlich mit 34:27 (21:15) gegen Europameister Frankreich durch, der im Halbfinale an Gastgeber Deutschland gescheitert war. Für Dänemark, im Semifinale Polen unterlegen, ist es die erste WM-Medaille seit 40 Jahren. 1967 hatten die Dänen in Schweden Silber gewonnen.

Bester Werfer auf Seiten des Siegers war der Flensburger Lars Christiansen mit neun Treffern. Bei den Franzosen erzielten Michael Guigou und Jerome Fernandez jeweils sechs Tore.

"Wir sind unglaublich glücklich und stolz"

"Wir sind unglaublich glücklich und stolz, nach so langer Zeit wieder eine WM-Medaille geholt zu haben. Ich bin beeindruckt von meinem Team, das am Ende eines so langen Turniers noch eine Klasseleistung abgeliefert hat", meinte Dänemarks Trainer Ulrik Wilbek. Sein französischer Kollege Claude Onesta erkannte den verdienten Sieg der Dänen zwar an, haderte aber immer noch mit der Niederlage gegen Deutschland: "Der gute Geist, von dem meine Mannschaft beseelt war, ist am vergangenen Donnerstag auf dem Platz geblieben."

Vor 19 000 Zuschauern in der ausverkauften Kölnarena erwischte die Mannschaft von Trainer Ulrik Wilbek den besseren Start. Nach elf Minuten führten die Dänen bereits mit 8:4. Der französische Coach Claude Onesta reagierte und nahm eine Auszeit - ohne Erfolg. Der Ex-Weltmeister leistete sich drei Tage nach dem dramatischen Halbfinale gegen Deutschland mit zwei Verlängerungen zu viele technische Fehler, die von den Dänen mit schnellen Gegenstößen immer wieder bestraft wurden.

Omeyer erwischt nicht seinen besten Tag

Zudem hatte Torhüter Thierry Omeyer nicht den besten Tag erwischt. Der 30-Jährige vom deutschen Meister THW Kiel bekam bis zu seiner Auswechslung in der 23. Minute (10:17) kaum einen Ball zu fassen. Aber auch sein Nachfolger Yohann Ploquin konnte die dänischen Angreifer nicht stoppen und musste zu Beginn des zweiten Durchgangs wieder auf die Bank.

Die spielfreudige Wilbek-Truppe ließ sich auch durch die Verletzung von Lars Möller Madsen nicht aus dem Konzept bringen. Der Rückraumspieler knickte nach seinen Treffer zum 12:6 (6.) um und musste mit einer Bänderverletzung im rechten Sprunggelenk vom Feld geführt werden.

Nach dem Wechsel kamen die insgesamt enttäuschenden Franzosen, die vor der WM als Top-Favoriten auf den Titel galten, zwar noch einmal heran (21:24/43.), doch für eine Wende reichte es trotz offener Manndeckung in den letzten Minuten nicht mehr. Die Dänen leisteten sich weniger Ballverluste und nutzten ihre Chancen besonders in der Schlussphase einfach konsequenter aus.

© SID

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