Handball WM
Deutsches Damen-Team will Revanche gegen Polen

Die deutschen Handballerinnen sind heiß auf das heutige WM-Auftaktspiel gegen Polen in St. Petersburg. Trotz der schweren Gegner gleich zu Beginn des Turniers glaubt das Team an seine Chance auf eine Medaille.

Deutschlands Handballerinnen sind für heutige Auftaktspiel der 17. Weltmeisterschaft im russischen St. Petersburg gegen Polen (17.00 Uhr MEZ/live auf Eurosport) bis in die Haarspitzen motiviert. "Das ist Motivation pur. Da haben wir noch eine Riesenrechnung offen und sind heiß", betonte Nationalspielerin Nadine Krause (Leverkusen) mit Blick auf den brisanten Start. Ausgerechnet gegen die Polinnen hatte die DHB-Auswahl im Juni die WM-Qualifikation nach zwei dramatischen Spielen verpasst, rückte nach dem Verzicht von Taiwan aber doch noch nachträglich ins WM-Feld der 24 Teams.

Große Zuversicht im deutschen Lager

Die Zuversicht ist groß im Lager des EM-Fünften, dessen WM-Abenteuer am Sonntagmorgen um sechs Uhr morgens mit dem Bustransport von der Sportschule Grünberg zum Frankfurter Flughafen begann. Auf dem LH-Flug 3 216 in die alte russische Zarenstadt, wo das deutsche Team gemeinsam mit den restlichen WM-Teilnehmern im 1 200-Zimmer-Hotel Pribaltiyskaya residiert, war gute Laune angesagt.

Kein Wunder: Sieben Siege und nur eine Niederlage in den zehn WM-Tests lassen den EM-Fünften von einer Medaille träumen. "Wenn alles passt, dann ist Edelmetall drin", behauptet Torjägerin Grit Jurack (Viborg), die im Duell gegen ihre Wahlheimat Dänemark am dritten Vorrundenspieltag (7. Dezember/19.00 MEZ/live in Eurosport) ihr 200. Länderspiel bestreitet.

Emrich: "Ich rechne mit dem Schlimmsten, aber hoffe das Beste"

Bundestrainer Armin Emrich indes dämpfte die Euphorie auf der Reise ins Ungewisse. "Ich freue mich, wenn die Spielerinnen über Medaillen reden, aber wir dürfen keine Luftschlösser bauen", mahnt der 54-Jährige und gesteht: "Ich rechne mit dem Schlimmsten, aber hoffe das Beste." Um seine Mannschaft auf die Schlüsselpartie gegen Polen einzustimmen, hat der seit Februar als Bundestrainer amtierende Emrich eine besondere Nervennahrung im Gepäck. "Meine Frau hat eine riesige Linzer Torte gebacken. Die gibt es als Überraschung für die Mannschaft", verriet Emrich.

Auch die Spielerinnen sind in vielfacher Hinsicht für den Trip an den Finnischen Meerbusen gerüstet. "Wir haben Müsli, Plätzchen und Schokolade dabei. Man weiß ja nicht, was einen dort in punkto Verpflegung erwartet", erzählt Rückraumspielerin Krause und betont: "Wir sind jetzt froh, dass es endlich losgeht." Zuletzt hatte die DHB-Equipe bei der WM 1997 im eigenen Land eine Medaille (Bronze) geholt.

In der Gruppenphase wartet Angstgegner Dänemark

Gegner der Deutschen in der Vorrundengruppe C sind neben Polen und Olympiasieger Dänemark Erzrivale Österreich am 6. Dezember, Brasilien am 9. Dezember und die Elfenbeinküste am 10. Dezember (alle 17.00 MEZ/alle live in Europsport). Eine negative Bilanz weist die Emrich-Auswahl lediglich gegen die Däninnen auf. Die jeweils ersten Drei der vier Sechsergruppen erreichen die Hauptrunde ab 12. Dezember.

Zu den Favoriten zählen für Emrich ("Die Weltspitze ist enger zusammengerückt") neben Athen-Sieger Dänemark auch Europameister Norwegen, Gastgeber Russland und Südkorea. Weltmeister Frankreich konnte dagegen zuletzt nicht überzeugen.

© SID

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