Handball WM
Deutschlands Handballerinnen schon in WM-Form

Deutschlands Handballerinnen präsentieren sich vor der WM in St. Petersburg (5. bis 18. Dezember) in vielversprechender Form. In einem Testspiel besiegte die Auswahl den EM-Neunten Slowenien 31:28 (15:16).

Gut eine Woche vor Beginn der Weltmeisterschaft in St. Petersburg (5. bis 18. Dezember) präsentieren sich Deutschlands Handballerinnen in vielversprechender Form. Beim Testspiel vor 8 000 Zuschauern in Dortmund gegen den EM-Neunten Slowenien überzeugte die Truppe von Bundestrainer Armin Emrich vor allem kämpferisch und kam zu einem 31:28 (15:16)-Sieg. In der Westfalenhalle waren Dänemark-Legionärin Grit Jurack (9/2 Tore/Viborg) und Nina Wörz (5/Leipzig) die besten deutschen Werferinnen. Bereits am Freitag hatte der EM-Fünfte die Sloweninnen in Lemgo 33:27 bezwungen und vor allen Dingen durch eine starke Deckung überzeugt.

Sportlerinnen singen Nationalhymnen "a capella"

Im zweiten Duell mit dem WM-Teilnehmer war die Defensive vor dem glücklosen Geburtstagskind Sabine Englert (Leverkusen) im Tor allerdings lange Zeit der Schwachpunkt. Doch nach einem 16:19-Rückstand (34.) kämpfte sich der Gastgeber angetrieben von Jurack heran und übernahm nach 46 Minuten erstmals die Führung (24:23). Improvisationskunst hatten vor dem Anpfiff beide Mannschaften bewiesen. Da die Hymnen aus organisatorischen Gründen nicht gespielt werden konnten, sangen die Teams in der Westfalenhalle "a capella".

Nach drei Regenerationstagen trifft sich das Emrich-Team, das nach verpasster Qualifikation als Nachrücker für Taiwan zur WM reist, am Donnerstag im hessischen Grünberg zum "letzten Feinschliff" (Emrich). Mit dabei sein soll auch wieder die bei der Generalprobe pausierende Dortmunderin Nadine Härdter, die an einer Verletzung des Mittelfingers laboriert.

WM-Auftakt gegen Polen

Von Frankfurt aus fliegt die Mannschaft dann am Sonntag direkt nach St. Petersburg, wo am Montag das WM-Auftaktspiel gegen Polen ansteht. Weitere Gruppengegner sind Olympiasieger Dänemark, Österreich, Brasilien und die Elfenbeinküste. Die jeweils ersten Drei der vier Sechsergruppen erreichen die Hauptrunde (ab 12. Dezember).

Der Sprung in die Zwischenrunde ist auch das primäre Ziel von Emrich, der seit Februar das Amt des Frauen-Bundestrainers inne hat und von 1992 bis 1993 das Männer-Nationalteam coachte. "Aber man darf ja trotzdem noch weiter träumen", liebäugelt Emrich mit einem Vorstoß unter die Top 6. Jurack glaubt sogar an eine mögliche Überraschung. "Wir können um Edelmetall spielen, wenn wir uns unsere Kräfte richtig einteilen", meint die Linkshänderin, die jüngst als zweite Spielerin nach Katrin Mietzner die Schallmauer von 1 000 Länderspieltoren durchbrochen hatte. Zuletzt hatten die DHB-Frauen bei der WM 1997 im eigenen Land eine Medaille (Bronze) gewonnen.

© SID

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