Handball WM
DHB-Auswahl am Ende WM-Siebter

Nach einem deutlichen 35:25 (20:13)-Erfolg im Platzierungsspiel gegen Rumänien haben die deutschen Handball-Frauen die WM in China auf Platz sieben beendet.

Die deutschen Handballerinnen haben sich zum Abschluss der WM noch einmal von ihrer besten Seite gezeigt und verabschieden sich als Siebte aus China. Im Platzierungsspiel bezwang die Mannschaft von Bundestrainer Rainer Osmann Rumänien überraschend deutlich 35:25 (20:13). Zwei Jahre nach der Bronzemedaille in Frankreich schaffte die junge Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) einen versöhnlichen Abschluss, obwohl ihre Stars Grit Jurack (Schwangerschaft) und Nadine Krause (Schulteroperation) gar nicht erst mitgereist waren.

"Wissen jetzt, wo wir wirklich stehen"

"Das Spiel darf nicht überbewertet werden. Aber ich bin trotzdem sehr froh, wie sich meine Mannschaft präsentiert hat. Wir wissen jetzt, wo wir wirklich stehen. Platz sieben ist der Situation real angepasst", sagte Osmann. Im neunten Spiel innerhalb von 13 Tagen war es der sechste Sieg bei drei Niederlagen. Anja Althaus (6) und Susann Müller (5) waren die besten deutschen Werferinnen.

Zwei Tage nach dem 25:21 im letzten Hauptrundenspiel gegen Angola waren die deutschen Frauen diesmal sichtlich frischer und überzeugten mit einer guten Abwehr sowie klug vorgetragenem Tempospiel. Die als Mitfavorit ins Turnier gegangenen Rumäninnen schienen mit dem Kopf dagegen zumindest teilweise bereits auf der Heimreise und ließen große Deckungslücken. "Bei Rumänien war der letzte Biss nicht da, daher ist das Resultat mit Vorsicht zu genießen", sagte Osmann.

Die nutzten dann auch Osmanns Spielerinnen aus der zweiten Reihe, die zum Abschluss noch einmal viel Einsatzzeit erhielten. Im Tor zeigte die Leipzigerin Katja Schülke eine gute Leistung. Erneut nicht dabei waren die Leverkusener Torfrau Clara Woltering (Knieverletzung) und Rückraumspielerin Ania Rösler (Mittelfingeranbruch).

Spielerinnen zufrieden

Mit jeder Einzelnen will Osmann im Februar die WM bei einer Reise durch die Republik noch einmal aufarbeiten. "Dann müssen wir Rückschlüsse für das Jahr 2010 ziehen", sagt der Thüringer. Zunächst waren seine Spielerinnen trotz der sehr schwankenden Leistungen im Reich der Mitte erstmal zufrieden. "Auf Platz sieben könnten wir stolz sein, da sich unsere Mannschaft im Umbruch befindet", sagte Rechtsaußen Sabrina Neukamp, mit 38 Toren beste deutsche Schützin des Turniers. Franziska Mietzner war 36 Mal erfolgreich.

Ansonsten fordert Osmann nicht nur von seinen ganz jungen Kräften wie den U20-Weltmeisterinnen Susann Müller (21) oder Mietzner (20), sich noch besser auf die Belastungen bei einem großen Turnier einzustellen. "Was wir mitnehmen müssen, ist die Erkenntnis, dass nicht nur die Physis verbessert wird, sondern auch gelernt werden muss, wie man sich auf die Bedingungen einstellt: Wie bekomme ich das hin, Ruhepausen zu finden nach Belastungsphasen", sagt Osmann.

Zusammen hat er seine Nationalmannschaft erst wieder Ende März. Dann stehen in der Qualifikation für die EM 2010 die Spiele gegen Weißrussland auf dem Programm. Hauptziel bleiben die Olympischen Spiele 2012 in London.

© SID

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