Handball WM
DHB-Damen beenden die WM auf Platz sechs

Die deutschen Handballerinnen haben das Spiel um den fünften Platz bei der WM in St. Petersburg gegen die Niederlande mit 26:28 verloren. Dennoch gab es die beste WM-Platzierung seit dem Bronzemedaillen-Gewinn von 1997.

Deutschlands Handballerinnen haben bei der 17. Weltmeisterschaft in St. Petersburg/Russland einen positiven Abschluss verpasst und sind auf Rang sechs gelandet. Das Team von Bundestrainer Armin Emrich verlor am Sonntag das Spiel um Rang fünf gegen das Überraschungsteam der Niederlande nach schwacher Leistung mit 26:28 (12:17), feierte aber dennoch die beste WM-Platzierung seit dem Bronzemedaillen-Gewinn von 1997 im eigenen Land.

"Ich ziehe ein positives Fazit. Wir haben bewiesen, dass wir als Nachrücker zu Recht dabei waren und uns gut präsentieren konnten", erklärte Emrich nach der Partie. Auch Torhüterin Clara Woltering (Leverkusen) zeigte sich für kommende Aufgaben zuversichtlich: "Wir können stolz auf unsere Leistung sein. Mit dieser Mannschaft ist in den nächsten Jahren noch einiges drin."

"Wir waren ganz dicht am Halbfinale dran"

Vor 600 Zuschauern im Eispalast konnten auch Grit Jurack (9/1 Tore/Viborg) und Nadine Krause (8/4/Leverkusen) die dritte Turnierniederlage im neunten WM-Spiel nicht verhindern. Die 23-jährige Krause hat indes beste Chancen auf den Gewinn der WM-Torjägerkrone.

Vor dem Spiel um Platz drei zwischen Vizeweltmeister Ungarn und Olympiasieger Dänemark sowie dem Finale zwischen Gastgeber Russland und Geheimfavorit Rumänien führte die Rückraumspielerin die Wertung gemeinsam mit Tanja Logvin (Österreich) mit jeweils 60 Treffern an.

Ein wenig Wehmut herrschte beim abschließenden Bankett auch, weil die unnötige Vorrundenniederlage gegen Olympiasieger Dänemark (26:27) eine noch bessere Platzierung zunichte gemacht hatte. "Wir waren ganz dicht am Halbfinale dran", meinte Torhüterin Sabine Englert (Leverkusen).

"Wir sind zurück in der Weltklasse"

Auf der Tribüne genoss derweil DHB-Präsident Ulrich Strombach ("Wir sind zurück in der Weltklasse") die glänzenden Perspektiven der Emrich-Equipe. "Die Mannschaft ist noch jung. Mein Traum wäre es, mit den Frauen und Männern bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking an den Start zu gehen", sagte der Gummersbacher.

Mit durchschnittlich gut 25,5 Jahren gehört die Auswahl von "Glücksgriff" Emrich (Strombach) zu den jüngsten der WM. Krause schaffte nach einer bislang überzeugenden Bundesliga-Saison auch auf internationalem Parkett ihren Durchbruch. Einige Klubs aus dem Frauenhandball-Schlaraffenland Dänemark sollen schon ihre Fühler nach der Rechtshänderin ausgestreckt haben.

© SID

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