Handball WM
DHB-Frauen können WM-Fünfter werden

Bei der WM haben die deutschen Handball-Frauen das Spiel um Platz fünf erreicht. Im letzten Hauptrundenspiel schlug die Emrich-Truppe die Ukraine mit 29:26 (16:15) und trifft am Sonntag auf die Niederlande.

Zwar gingen die Medaillenträume für die deutschen Handball-Frauen bei der WM in St. Petersburg nicht in Erfüllung, aber immerhin ist der Mannschaft von Bundestrainer Armin Emrich die beste WM-Platzierung seit dem Gewinn der Bronzemedaille 1997 sicher. Die DHB-Auswahl schlug im letzten Hauprundenspiel den EM-Sechsten Ukraine mit 29:26 (16:15) und landete in der Gruppe II mit 6:4 Punkten auf dem dritten Rang.

In der Partie um den fünften Rang trifft die Emrich-Equipe am Sonntag im Eispalast auf die Überraschungsmannschaft der Niederlande (10.00 Uhr MEZ). Vor nur 200 Zuschauern im SCC-Sportpalast besiegelten Grit Jurack (7 Tore/Viborg) und Nadine Krause (4/2/Leverkusen) für den EM-Fünften den sechsten Erfolg in der achten WM-Partie.

Jurack und Woltering besonders überzeugend

Zwei Tage nach der Pleite gegen Rumänien (26:37) und dem verpassten Halbfinale präsentierten sich die Deutschen gut erholt. Nach einem 5:8-Rückstand (14.) besann sich vor allen Dingen Jurack auf ihre Stärken und wirbelte die kompakte Deckung der Ukraine durcheinander. An der ersten deutschen Führung nach 20 Minuten (11:10) hatte aber auch die aufmerksame Keeperin Clara Woltering aus Leverkusen großen Anteil.

Die Vorentscheidung fiel unmittelbar nach dem Wechsel, als das DHB-Team knapp neun Minuten ohne Gegentreffer blieb, aber in dieser Drangperiode sechsmal traf. Allerdings kam die Ukraine nach einem Sieben-Tore-Rückstand noch einmal auf 25:26 (54.) heran, weil sich der völlig entkräftet wirkende EM-Fünfte im Angriff viele technische Fehler leistete. "Jetzt wollen wir auch den fünften Platz erreichen", meinte Torhüterin Alexandra Gräfer (Trier) mit Blick auf das Prestigeduell gegen die mit sieben Deutschland-Legionärinnen gespickten Niederlande.

Das "Oranje"-Team hatte am Donnerstag durch ein unerwartetes 29:26 (16:14) gegen den Olympia-Zweiten Südkorea den größten Erfolg des holländischen Frauenhandballs sichergestellt. "Ich bin sehr glücklich und stolz", meinte Bondscoach Sjors Röttger. Die Niederlande hatten vor einem Jahr noch die Qualifikation für die EM in Kroatien sowie für die Olympischen Spiele in Athen verpasst.

"Armin ist der absolut richtige Mann"

DHB-Präsident Ulrich Strombach indes zog bereits vor dem Platzierungsmatch am Sonntag ein positives Fazit und lobte vor allem Coach Emrich. "Armin ist der absolut richtige Mann, er gibt viele Impulse. Die positiven Ergebnisse der WM sind eng mit seiner Person verbunden", sagte Strombach dem sid: "Er kann die Mannschaft zu den Olympischen Spielen 2008 in Peking führen."

Der 54-jährige Emrich hatte im Februar überraschend das Amt des Bundestrainers angetreten, nachdem er zuvor ausschließlich Männerteams trainiert hatte. "Alle sind sehr leistungsorientiert und akzeptieren, dass die Mannschaft der Star ist. Das ist bei den Männern nicht immer der Fall", berichtete Sympathieträger Emrich.

© SID

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