Handball WM
Emrich: "Wir wollen jedes Spiel gewinnen"

Auch die schwere Vorrundengruppe soll für die deutschen Handballerinnen bei der WM kein Stolperstein sein. Das Team von Bundestrainer Armin Emrich startet heute um 16.00 Uhr in Nantes gegen die Ukraine.

Die deutschen Handballerinnen peilen trotz der bärenstarken Vorrundengruppe bei der Weltmeisterschaft in Frankreich eine Medaille an. Heute startet das Team von Bundestrainer Armin Emrich das Unternehmen "Edelmetall" um 16.00 Uhr mit der Partie gegen den Olympiadritten Ukraine.

"Wir wollen jedes Spiel gewinnen. Aber jede Partie ist auch ein Entscheidungsspiel, da sind überall Tretminen", sagt Emrich. Erst die Ukraine, dann im Tagesrhythmus der einzig schwächer einzuschätzende Gegner Paraguay und zum Abschluss der Olympiazweite Südkorea - schlimmer hätte es für die deutschen Frauen bei der Auslosung kaum kommen können. Nur die ersten beiden schaffen den Sprung in die Hauptrunde und dürfen vom Finale am 16. Dezember in Paris träumen. Nicht nur Emrich weiß: "Wenn wir das überstehen, dann sind wir richtig gut. Und ich habe ein positives Bauchgefühl".

Krause:"Wir sind reif für die Medaille"

Auch Welthandballerin Nadine Krause, gemeinsam mit der halbrechten Rückraumspielerin Grit Jurack überragende Figur im ansonsten ausgeglichenen deutschen Team, meint: "Wir sind reif für die Medaille. Diesmal wollen wir endlich unser Edelmetall." Zuletzt gab es 1997 bei der Heim-WM eine Bronzemedaille. Aber die aktuelle Mannschaft ist eingespielt, kam schon bei der WM 2005 als Sechste und bei der EM 2006 als Vierte dem ersehnten Treppchen ganz nah.

"Der Drang, was zu wollen, wird immer größer, weil man sieht, dass man immer näher dran ist", sagt Kreisläuferin Kathrin Blacha, die ihre Karriere eigentlich schon beendet hatte, nach der Verletzung von Anja Althaus (frühestens in der Hauptrunde einsatzfähig) nun aber mit 37 Jahren zu ihrer fünften WM fährt. Nach den Erfolgen in den letzten Testspielen und mit 16 Siegen bei nur einer Niederlage im Jahr 2007 startete die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) am Samstag über Straßburg nach Nantes.

Olympia-Qualifikation lockt

Dort lockt nicht nur WM-Edelmetall, sondern auch Peking. Zwar löst nur der Weltmeister direkt das Ticket für die Olympischen Spiele 2008, doch die Plätze zwei bis sieben berechtigen immerhin zur Teilnahme an einem von drei Qualifikationsturnieren.

Vom alten Kontinent hat bislang nur Europameister Norwegen die Olympia-Teilnahme sicher. Die Skandinavierinnen gelten gemeinsam mit Titelverteidiger Russland und Gastgeber Frankreich als aussichtsreichste Titelkandidaten.

Doch auch Rumänien, Ungarn und der zweimalige Olympiasieger Südkorea zählen neben Deutschland zu den Topteams. Olympiasieger Dänemark ist in Frankreich nicht dabei. Das dominierende Team der vergangenen Jahre scheiterte schon in der WM-Qualifikation - am deutschen Auftaktgegner Ukraine.

© SID

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