Handball WM: Handball-Fieber erfasst auch die Biathleten

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Handball-Fieber erfasst auch die Biathleten

Sven Fischer hielt es vor Spannung kaum aus, Kati Wilhelm ließ ihren Kaffee kalt werden - auch im Lager der deutschen Biathleten in Antholz war der WM-Triumph der deutschen Handballer das große Thema am Sonntag.

Sven Fischer rannte vor lauter Anspannung auf den zugefrorenen Antholzer See, Kati Wilhelm vergass sogar ihren Kaffee und Magdalena Neuner ließ sich auf dem Weg zu ihrem zweiten WM-Gold permanent über den Spielstand in der Kölnarena informieren - im Lager der deutschen Biathleten bei der WM in Antholz wurde eifrig mit den deutschen Handballern mitgefiebert.

Nicht alle erlebten den 29:24-Sieg im WM-Finale gegen Polen vor dem Fernseher mit. Fischer hatte es nach der Verletzung von Torhüter Henning Fritz anfangs der zweiten Halbzeit nicht mehr ausgehalten und war stattdessen zur Beruhigung über die dicke Eisschicht des Antholzer Sees spaziert. "Ich habe die Spannung einfach nicht ertragen", berichtete Fischer anschließend.

Wilhelm lässt den Kaffee kalt werden

Deutlich mehr Nervenstärke bewies Fischers Teamkollegin Kati Wilhelm. Die Olympiasiegerin sah das Finale bei Kaffee und Kuchen, ließ aber dann doch vor lauter Spannung den Kaffee kalt werden. Jungstar Magdalena Neuner war während des Endspiels in der Loipe, via Kopfhörer aber ständig auf dem Laufenden. "Super-Klasse, es hat mich sehr gefreut", erklärte die 19-Jährige nach ihrer eigenen Siegerehrung in Antholz.

Dort harrten nach den Rennen 4 000 Besucher bei Temperaturen bis zu minus acht Grad Celcius vor einer Großleinwand aus, um sich die Schlussphase der Partie in der Kölnarena auf keinen Fall entgehen zu lassen. Deutschland-Fahnen und Länderspiel-Atmosphäre bestimmten das Bild, gegen die Kälte halfen der kollektive Jubel und die spannende Schlussphase des Finales.

Auch Becker und Bierhoff gratulieren

Große Worte fand auch der dreimalige Wimbledonsieger Boris Becker als Gast beim Super Bowl zwischen dem späteren Sieger Indianapolis Colts und den Chicago Bears in Miami. "Heiner Brand ist ein wunderbarer Mensch und ein toller Trainer", ließ Becker wissen: "Ich habe sofort im Internet nachgeforscht, wie das Spiel ausgegangen ist, und mich dann riesig gefreut."

Das tat auch die in Düsseldorf zum Länderspiel gegen die Schweiz versammelte Fußball-Nationalmannschaft, die es bei ihrer WM im Sommer "nur" auf Platz drei geschafft hatte. "Man hat den Siegeswillen und den Zusammenhalt gespürt", meinte Teammanager Oliver Bierhoff: "Ich bin froh, dass die Mannschaft dafür belohnt worden ist. Wir Fußballer haben jedenfalls mitgefiebert und uns am Ende riesig gefreut."

© SID

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