Handball WM
Handballer wollen zurück an die Weltspitze

Nach der WM ist vor der EM. Heiner Brand will mit seinem DHB-Team wieder "ganz nach oben". Nötig sind dafür nicht nur personelle Veränderungen.

Nach einer ausgelassenen Abschlussfeier und dem fünften Platz bei der WM in Kroatien wollen die deutschen Handballer wieder die Weltspitze ins Visier nehmen. "Wir müssen uns weiter entwickeln, um dahin zu kommen, wo wir hinwollen. Und das ist ganz nach oben", sagte Bundestrainer Heiner Brand nach dem 28:25-Erfolg im Platzierungsspiel in Zagreb gegen Ungarn.

Versöhnlicher WM-Abschied

Nach neun nervenaufreibenden Begegnungen in 13 Tagen feierte die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) den versöhnlichen WM-Abschied in der kroatischen Hauptstadt, bevor es am Freitagmorgen mit dem Flieger nach Frankfurt/Main und München ging. "Die Party hat sich die Mannschaft verdient. Sie hat immer die richtige Einstellung bewiesen", meinte Brand vor der von Pascal Hens organisierten Fete.

Der Bundestrainer beschäftigte sich aber schon mit der Zukunft des deutschen Handballs. Von der Altersstruktur könne der WM-Kader auch 2012 bei den Olympischen Spielen in London noch spielen, so Brand. Der Hamburger Linksaußen Torsten Jansen ist mit 32 Jahren der "Oldie" im Team des entthronten Weltmeisters.

Trotzdem wird Brand den Konkurrenzkampf weiter anheizen und immer wieder jüngeren Spielern eine Chance geben. Der 56-Jährige nannte Rückraumspieler Andreas Rojewski (23/Magdeburg), Kreisläufer Manuel Späth (23/Göppingen) sowie die Linksaußen Uwe Gensheimer (22/Rhein-Neckar Löwen) und Yves Grafenhorst (24/Magdeburg) als Alternativen.

Schlechte Karten für Kehrmann und Fritz

WM-Held Henning Fritz und Weltmeister Florian Kehrmann scheinen hingegen schlechte Karten für ein Comeback zu besitzen. Mit Kehrmann werde er im Sommer ein weiteres Gespräch führen, Fritz müsse sich über die Bundesliga empfehlen, sagte Brand und fügte an: "Das wird nicht einfach, wenn man die Leistung der Torhüter bei der WM sieht."

Aber nicht nur die Torhüterleistungen stimmten in Kroatien. Nach anfänglichen Problemen steigerte sich Martin Strobel als Ersatz von Spielmacher Michael Kraus von Spiel zu Spiel. Am Ende löste der 22-Jährige die Aufgabe souverän. Auch der 24-jährige Michael Müller überzeugte im rechten Rückraum bei seinem ersten großen Turnier.

Glandorf: Keine Angst vor der Zukunft

"Wir haben einige talentierte Spieler in Deutschland. Sie müssen ihre Spielanteile bekommen, dann habe ich vor der Zukunft keine Angst", meinte der beste deutsche WM-Torschütze Holger Glandorf (43 Treffer). Auch Torhüter Johannes Bitter blickt optimistisch in die Zukunft: "Wenn die Einstellung stimmt, ist bei den kommenden Turnieren mit uns zu rechnen."

Für die EM 2010 in Österreich geht es bereits im März mit der Qualifikation weiter. Heiner Brand fordert weitere Verbesserungen seines Teams. Das Angriffsspiel müsse flexibler werden, auch in der individuellen Stärke der einzelnen Leute sei das Ende noch nicht erreicht, so Brand.

© SID

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