Handball WM: Polen folgt Deutschland ins WM-Finale

Handball WM
Polen folgt Deutschland ins WM-Finale

Im Finale der Weltmeisterschaft kommt es zu einer Neuauflage aus der Gruppenphase. Nach einem 36:33 nach zweimaliger Verlängerung gegen Dänemark hat Polen das Endspiel erreicht und trifft dort auf den WM-Gastgeber.

Polens Handballer stehen nach einem Zittersieg im Hamburger Halbfinal-Drama erstmals in einem WM-Endspiel und kämpfen am Sonntag im Nachbarduell gegen Gastgeber Deutschland in Köln um den Titel. Zwei Stunden nach dem Halbfinalsieg der DHB-Auswahl gegen Frankreich (32:31) setzte sich die Mannschaft des Magdeburger Bundesliga-Trainers Bogdan Wenta gegen Dänemark mit 36:33 (30:30, 15:14) durch und benötigte dafür ebenso wie die deutschen Mannschaft zuvor zwei Verlängerungen.

Sieg in der Gruppenphase gegen Deutschland

In der Gruppenphase hatte die Wenta-Sieben das deutsche Team bereits mit 27:25 besiegt. Der Finaleinzug bedeutet bereits den größten Erfolg der polnischen Handball-Geschichte. Vor 25 Jahren hatten die Polen ebenfalls in Deutschland WM-Bronze gewonnen, auch bei Olympia 1976 in Montreal reichte es am Ende zu Rang drei.

Dagegen endete für die Dänen der Traum vom ersten Finaleinzug seit 40 Jahren. Trotz der Unterstützung der mehr als 1 000 Fans aus der Heimat musste sich der EM-Dritte einer insgesamt etwas glücklicheren polnischen Mannschaft geschlagen geben. Im Spiel um Platz drei treffen die Skandinavier ebenfalls am Sonntag in Köln auf Europameister Frankreich.

Neben dem überragenden Rückraumschützen Karol Bielecki vom Bundesligisten SC Magdeburg (8 Tore) war sein Klubkollege Grzegorz Tkaczyk (7) bester Werfer der Polen. Für Dänemark traf Spielmacher Lasse Boesen und der Flensburger Lars Christiansen (beide 7) am häufigsten.

Die 13 050 Zuschauer in der ausverkauften Hamburger Colorline-Arena, die während der Aufwärmphase der Partie noch frenetisch den deutschen Finaleinzug gefeiert hatten, sahen ein temporeiches Spiel, in dem die Polen von Beginn an leichte Vorteile hatten. Angeführt von Bielecki zeigten die Osteuropäer mehr Durchsetzungsvermögen im Angriff und hatten zudem in Keeper Adam Weiner einen sicheren Rückhalt. Der Wilhelmshavener Schlussmann war bereits nach wenigen Minuten für den etwas indisponierten Slawomir Szmal gekommen und avancierte mit seinen Paraden zum Matchwinner.

Eine zwischenzeitliche Drei-Tore-Führung im ersten Durchgang konnten die Polen allerdings zunächst nicht behaupten. Anfang der zweiten Halbzeit war der Gleichstand wieder hergestellt. In der spannenden Schlussphase stand es 60 Sekunden vor dem Ende 26:25 für die Dänen, ehe Bielecki 15 Sekunden vor dem Ende mit einem seiner zahlreichen Gewaltwürfe der Ausgleich gelang. In der ersten Verlängerung verspielte Polen noch einen Zwei-Tore-Vorsprung, doch in der zweiten Verlängerung konnten die Dänen nicht mehr mithalten.

© SID

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