Handball WM
Sieg gegen Mazedonien soll Hauptrunde bescheren

Das DHB-Team trifft bei der Handball-WM in Kroatien heute ab 17.30 Uhr auf Mazedonien. Mit einem Sieg soll das erste Ziel, der Einzug in die Hauptrunde, erreicht werden.

Schlossbesichtigung, Stadtspaziergang, Massagen: Die deutschen Handballer haben am Ruhetag der WM in Kroatien neue Kräfte gesammelt und wollen vorzeitig in die Hauptrunde stürmen. Der Weltmeister benötigt gegen Mazedonien am heutigen Mittwoch (17.30 Uhr/live bei RTL) noch einen Sieg, um das erste Etappenziel beim Projekt Titelverteidigung zu erreichen.

Brand: "Noch nichts erreicht"

"Wir haben bisher noch nichts erreicht. In den ersten drei Spielen haben wir aber Selbstbewusstsein getankt. Ich hoffe, dass wir das jetzt umsetzen können", meinte Bundestrainer Heiner Brand. Nach dem Spiel gegen die unangenehmen Mazedonier steht zum Vorrundenabschluss am Donnerstag für Pascal noch die Neuauflage des WM-Finales von 2007 gegen Polen an.

"Daran denken wir überhaupt noch nicht. Wir müssen Mazedonien schlagen, dann sind wir weiter", meinte Kapitän Michael Kraus, der sich nach seinem auskurierten Muskelfaserriss in der Wade von "Tag zu Tag besser fühlt." Ausfallen wird dagegen der grippekranke Stefan Schröder, für den Brand am Dienstagabend den Göppinger Rechtsaußen Christian Schöne nachnominierte.

Überhaupt ist die Stimmung in der Mannschaft nach drei Spielen ohne Niederlage (5:1 Punkte) und der Tabellenführung in der Gruppe C im frühlingshaften Varazdin (14 Grad) prächtig. "Wir haben einen wahnsinnigen Teamgeist und sehr viel Spaß. Auch im Verein ist es sehr selten, dass es so harmonisch abläuft", erklärte Abwehr-Ass und Motivator Oliver Roggisch.

Respekt vor Rückraum-Star Lazarov

Doch nur mit Euphorie und guter Laune sind die Mazedonier bei ihrer zweiten WM-Teilnahme nach 1997 nicht zu bezwingen. Ihre mitgereisten Fans erzeugten schon beim Überraschungserfolg gegen Polen eine hitzige Stimmung in der Halle, zudem schoss Rückraum-Star Kiril Lazarov den Favoriten mit 13 Toren (bei 16 Würfen) fast im Alleingang ab.

"Er ist einer der besten Spieler im Turnier. Da müssen wir uns etwas einfallen lassen", sagt Torhüter Johannes Bitter respektvoll. Mit einer ausgedehnten Videoanalyse und einer lockeren Trainingseinheit bereitete Brand am Dienstagabend sein Team auf den Gegner vor. Eine besondere Maßnahme gegen Torjäger Lazarov plant der Bundestrainer aber nicht: "Wir haben bisher gegen jeden Gegner eine 6:0-Deckung gespielt. Ich gehe davon aus, dass wir es auch hier schaffen. Nicht jedes Spiel ist verloren, wenn Lazarov zehn Tore wirft."

Weltmeister Torsten Jansen, der es auf der Halbposition in der Abwehr häufig mit Lazarov zu tun bekommen wird, pflichtet seinem Coach bei. Es würde nichts bringen, einen eingespielten Deckungsverband zu sprengen, so der Hamburger.

Deutsche Abwehr gut gerüstet

Die Abwehr war im bisherigen Turnierverlauf neben den Torhütern Bitter und Carsten Lichtlein der größte Trumpf des EM-Vierten. Die Zahl der technischen Fehler im Angriff und die Wurfquote müssen hingegen noch verbessert werden.

"Auch wenn es Schwankungen gab, ziehe ich ein positives Zwischenfazit", meinte Brand. Der Erfolgstrainer wollte eigentlich nach der vorzeitigen Abreise des verletzten Christian Sprenger (Innenbandriss im Knie) bis zum Beginn der Hauptrunde in Zadar warten, bevor er einen Spieler nachnominiert. Weil aber in Schröder auch der zweite Rechtsaußen ausfällt, reagierte Brand mit der Anforderung von Schöne, der am Mittwochmorgen im Teamquartier eintreffen wird.

© SID

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