Handball WM: Spanien wahrt Chance auf Olympia-Ticket

Handball WM
Spanien wahrt Chance auf Olympia-Ticket

Bei der Handball-WM in Deutschland haben Olympiasieger Kroatien und der entthronte Titelverteidiger Spanien ihre Platzierungsspiele gewonnen. Für die Iberer bedeutete Platz sieben das schlechteste Abschneiden bei einer WM seit 1997. Dennoch herrschte Erleichterung bei den Südeuropäern.

Bei der Handball-WM in Deutschland haben Olympiasieger Kroatien und der entthronte Titelverteidiger Spanien ihre Platzierungsspiele gewonnen. Die Iberer behielten beim Spiel um Platz sieben im Duell mit Island in Köln mit 40:36 (19:13) die Oberhand. Durch den Sieg vor den Augen des spanischen IOC-Ehrenpräsidenten Juan Antonio Samaranch wahrten die Iberer ihre Chance auf eine Teilnahme an den Olympischen Spielen 2008 in Peking. Kroatien sicherte sich Platz fünf.

Olympiasieger Kroatien verabschiedete sich trotz eines abschließenden Sieges mit der schwächsten Platzierung seit fünf Jahren von der WM. Der Weltmeister von 2003 gewann das Spiel um Platz fünf mit 34:25 (18:12) gegen den EM-Sechsten Russland. Bei den vorangegangenen fünf großen Turnieren waren die Kroaten stets auf einem der ersten vier Ränge gelandet.

Vor 18 500 Zuschauern in der Kölnarena besiegelten der Gummersbacher Vedran Zrnic (11/5) und der einstige Welthandballer Ivano Balic (8) den neunten Sieg im zehnten Spiel für die Kroaten, die in der Runde der letzten Acht an Europameister Frankreich (18:21) gescheitert waren.

Vier Tage nach der Viertelfinal-Niederlage gegen die deutsche Mannschaft (25:27) trugen sich Rolando Urios (9) und Alberto Entrerrios (8) als beste Werfer für die Spanier ein, die damit das schwächste Abschneiden bei einer WM seit 1997 verzeichneten. "Wir waren im Himmel und sind auf dem Boden der Realität gelandet. Diese Landung war hart, aber wir kommen wieder", kündigte Trainer Juan Carlos Pastor an.

Dennoch herrschte Erleichterung im Lager des Teams um den Ex-Kieler Demetrio Lozano. WM-Platz sieben berechtigt gerade noch zur Teilnahme an den olympischen Qualifikationsturnieren, die im Mai 2008 stattfinden. Allerdings müssen die Iberer dann auswärts antreten, weil nur die auf den WM-Rängen zwei bis vier platzierten Mannschaften Heimrecht genießen.

Bei den mit insgesamt acht Bundesliga-Legionären angetretenen Isländern wahrte der Gummersbacher Gudjon Valur Sigurdsson seine Chance auf den Titel des WM-Torschützenkönigs. Der 27 Jahre alte Linksaußen erzielte ebenso wie der frühere Magdeburger Olafur Stefansson acht Treffer und schraubte sein Konto auf 66 Turniertore.

© SID

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