Handball WM
Sponsoren kritisieren Vermarktung der Handball-WM

In einem halben Jahr beginnt die Handball-WM in Deutschland (19.01. bis 04.02.2007). Auch wenn schon 90 000 Eintrittskarten verkaufen wurden, droht hinter den Kulissen Ungemach. Die Sponsoren kritisieren die Vermarktung.

Eigentlich könnte alles in schönster Ordnung sein - ein halbes Jahr vor Beginn der Handball-WM in Deutschland (19.01. bis 04.02.2007) sind bereits 90 000 Eintrittskarten verkauft, doch nun ziehen dunkle Wolken am Handball-Horizont auf: Nach der Panne bei der Auslosung melden sich nun die Sponsoren lautstark zu Wort. Sie kritisieren die mangelnde Vermarktung des Events und haben das Organisationskomitee des Deutschen Handballbundes (DHB) nach einem Bericht des Handelsblattes nachdrücklich aufgefordert, auf Hilfe von außen zurückzugreifen.

Vor allem nach der von technischen Pannen überschatteten Auslosung am vergangenen Freitag in Berlin sollen die Emotionen hochgekocht sein. "Jetzt haben sie hoffentlich begriffen, dass sie professionelle Hilfe benötigen", soll ein Sponsorenvertreter nach Informationen des Handelsblattes zu DHB-Vizepräsident Horst Bredemeier gesagt haben.

Bredemeier entkräftet Vorwürfe

Bredemeier selbst entkräftete die Vorwürfe. "Wir haben bis zur Auslosung schon 90 000 Tickets verkauft. Mehr geht kaum. Nun werden wir unsere Kampagne mit einer intensiven Öffentlichkeitsarbeit starten", sagte Bredemeier dem Sport-Informations-Dienst (sid): "In den nächsten Wochen wird zudem eine Agentur von uns den Zuschlag erhalten, mit der wir dann in Sachen Vermarktung zusammenarbeiten werden."

Am Rande der Auslosung hatten bereits zwei renommierte Düsseldorfer Agenturen Konzepte zur Vermarktung der WM präsentiert. Die Gründung einer offenbar von den Sponsoren geforderten externen Marketing Gmbh hat das OK bislang abgelehnt.

Die Eurohypo, zugleich Trikotsponsor des Verbandes, soll laut Handelsblatt bereits im Herbst vergangenen Jahres auf Missstände hingewiesen haben. "Das von Ihnen vorgelegte Marketingkonzept hat noch Schwachstellen bei Zielgruppenauswahl, Marketingmix und Reichweite in verschiedenen Medien, speziell dem Fernsehen", wird aus dem Fax des Sponsors an den DHB im Handelsblatt zitiert.

300.00 Tickets sollen verkauft werden

Der DHB hofft bei der WM auf den Verkauf von 300 000 Tickets. Das Eröffnungsspiel der deutschen Nationalmannschaft am 19. Januar 2007 in der Max-Schmeling-Halle in Berlin gegen Brasilien ist mit 10 000 Zuschauern bereits seit Monaten ausverkauft. Die beiden übrigen Vorrundenpartien gegen Argentinien (21. Januar) und den EM-Zehnten Polen (22. Januar) trägt das Team von Bundestrainer Heiner Brand im Gerry-Weber-Stadion in Halle/Westfalen aus.

WM-Spielorte sind neben Berlin in der Vorrunde Kiel, Bremen, Magdeburg, Halle/Westfalen, Wetzlar und Stuttgart. Gastgeber für die beiden Hauptrundengruppen sind Dortmund und Mannheim. Die Viertel- und Halbfinals finden in Hamburg und Köln statt. Das Endspiel, das "kleine Finale" sowie weitere Platzierungsspiele sind ebenfalls in der Kölnarena zu sehen. Mit zwölf Spielstätten sind mehr Hallen als jemals zuvor bei einer WM eingebunden.

© SID

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