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Harter Brocken für Halmich zum Jubiläum

Ihren 50. Profikampf bestreitet Box-Dame Regina Halmich am Samstag in Karlsruhe. Die Weltmeisterin, die es mit der ungeschlagenen Spaniern Maria Jesus Rosa zu tun bekommt, ist motiviert wie eh und je.

Regina Halmich hat noch lange nicht genug. Nach nunmehr zehn Jahren aktiven Boxens und 49 Profi-Fights steigt die deutsche Vorzeige-Kämpferin erneut in den Ring. "Das Feuer brennt noch in mir. Die Motivation ist nach wie vor da wie vor meiner ersten WM, aber der 50. Profikampf ist natürlich ein ganz spezieller", sagte die Wibf-Weltmeisterin im Vorfeld des WM-Fights im Fliegengewicht gegen die ungeschlagene Spanierin Maria Jesus Rosa am Samstag (ab 22.30 Uhr/live im ZDF) in ihrer Heimatstadt Karlsruhe.

Doch obwohl sich Halmich gewohnt professionell auf die Pflichtverteidigung gegen die Spanierin mit der imponierenden Bilanz von 19 Siegen in 19 Kämpfen vorbereitet hat und sich zuletzt drei Wochen im Trainingslager in Rottweil quälte, ist die 28-Jährige mit einem Teil ihrer Gedanken schon beim nächsten Fight. Im Dezember soll im Rückkampf gegen die US-Amerikanerin Elena Reid der einzige große Makel ihrer bisherigen Karriere beseitigt werden.

Elena Reid wartet schon

Vor fast genau einem Jahr verteidigte Halmich ihren Titel gegen Reid durch ein mehr als schmeichelhaftes Remis. Das Skandalurteil von damals hat Halmich immer noch nicht verdaut. "Die Hauptsache ist, dass der Kampf am Jahresende zu Stande kommt. Die zwei anstehenden Kämpfe sehe ich als Höhepunkt meiner Karriere. Erst der Kampf gegen Rosa, die seit fünf Jahren ungeschlagen ist, dann der Rückkampf gegen Reid", sagte die gelernte Rechtsanwaltsgehilfin.

Für Halmich ist das erneute Aufeinandertreffen mit der US-Amerikanerin eine Frage der Ehre. "Ich wollte nach dem Kampf gegen Rosa gleich gegen Reid kämpfen. Ich hätte auch einige Kämpfe warten können. Aber ich denke, dass ich das meinen Fans und auch mir schuldig bin, weil alle mit dem Ergebnis des ersten Kampfes nicht zufrieden waren", sagte die Weltmeisterin, bei der nur eine Niederlage aus dem Jahr 1995 im Kampfrekord zu Buche steht.

"Like Thunder"

Doch bei aller Sehnsucht nach der Rehabilitation gegen Reid soll die Konzentration auf die Spanierin nicht zu kurz kommen. "Sie boxt so ähnlich wie ich. Man braucht die richtige Taktik. Maria boxt sehr offensiv und ist explosiv am Gegner. Also habe ich im Sparring viel Wert auf die Distanzarbeit gelegt", meinte Halmich, die nach wie vor von sich überzeugt ist: "Sicher wäre es traurig, gerade den Jubiläumskampf zu verlieren. Ich will aber in den nächsten beiden Kämpfen volles Risiko gehen, denn ich habe keine Angst vor Niederlagen."

Ihr großes Selbstvertrauen wird nicht zuletzt durch ihr neues Einmarsch-Lied "We are like Thunder" ("Wir sind wie der Donner") verdeutlicht, das sie gemeinsam mit der Rocksängerin Doro Pesch aufgenommen hat. Halmich, die sich selbst als "Box-Oma" bezeichnet, will nach den beiden anstehenden Kämpfen aber noch nicht mit einem Donnerschlag aus dem Ring verschwinden: "Ich möchte auf jeden Fall nächstes Jahr noch weiter boxen."

© SID

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