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Heras holt sich in den Bergen das Goldtrikot

Mit seinem Tagessieg auf der ersten Bergetappe der 60. Vuelta hat sich Roberto Heras vom spanischen Team Liberty Seguros auch Platz eins in der Gesamtwertung geholt. Denis Mentschow ist nun sein ärgster Verfolger.

In den spanischen Bergen fühlt sich niemand so wohl wie Roberto Heras. Beim Doppel-Triumph des neuen Gesamtspitzenreiters auf der ersten Bergetappe der 60. Spanien-Rundfahrt sind die Asse der deutschen Rennställe T-Mobile und Team Gerolsteiner den Konkurrenten hinterhergefahren. Nach 217km zwischen Cuenca und dem Ski-Resort Aramon Valdelinares erreichte Titelverteidiger Heras das 1980m hoch gelegene Ziel in der Sierra de Sudar als Erster und übernahm damit die Führung im Gesamtklassement.

Der dreimalige Vuelta-Gesamtsieger vom spanischen Team Liberty Seguros setzte sich nach 5:27:21 Stunden mit zwölf Sekunden Vorsprung vor Rabobank-Profi Denis Mentschow durch. Der Russe, der das Zeitfahren zum Auftakt gewonnen hatte, hat als Zweiter in der Gesamtwertung sechs Sekunden Rückstand auf Heras.

van Looy lobt starken Burghardt

Bei der ersten von insgesamt sechs Bergankünften der diesjährigen Vuelta musste Bradley Mcgee das am vergangenen Sonntag eroberte Goldtrikot an Heras abgeben. Der Australier vom französischen Rennstall Francaise des Jeux hatte schon vor dem Schlussanstieg der ersten Kategorie weit zurückhängend mit dem Ausgang der Etappe nichts mehr zu tun.

Etwas besser in Szene setzen konnte sich Oscar Sevilla. Der Spanier kam als bester T-Mobile-Fahrer mit 1:44 Minuten Rückstand auf Heras an, kurz nach ihm erreichte auch sein Teamkollege Marcus Burghardt aus Chemnitz das Ziel. "Burghardt ist sehr stark gefahren. Wenn wir ihn nicht gestern hätten arbeiten lassen, wäre er heute vielleicht weiter vorn gewesen", sagte T-Mobile-Teamleiter Frans van Looy.

Aus für Mitfavorit Landis

Die Etappe war am Donnerstag von zahlreichen Attacken geprägt worden. Ausreißer versuchten ihr Glück unmittelbar nach dem Start, danach gab es ständig wechselnde Führungs- und Verfolgergruppen im meist weit auseinandergerissen Feld. Erst im letzten Abschnitt kam etwas Ruhe ins Fahrerfeld, dass sich auf den 8,6km langen Schlussanstieg mit durchschnittlich 6,5 Prozent vorbereitete.

Opfer des zuvor hohen Tempos bei der Jagd über zwei Bergwertungen der zweiten und einem der dritten Kategorie wurde Mitfavorit Floyd Landis. Der Phonak-Fahrer, der schon am Mittwoch viel Zeit verloren hatte, stieg bei "Halbzeit" vom Rad. Im Vorjahr hatte der US-Profi fast eine Woche das Goldtrikot getragen.

Am Freitag erreicht die Vuelta-Karawane das Mittelmeer. Dabei steht den Fahrern auf den 212,5km von Teruel nach Vinaros äußerst welliges Terrain bevor. Auf den ersten 100km sind vier Bergwertungen der dritten Kategorie zu bewerten, während die letzten 60km bis ins mittelalterlich geprägte Vinaros nur noch bergab führen.

© SID

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