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"Herminator" gewinnt Weltcup-Auftakt in Sölden

Auftaktsieg für den "Herminator". Hermann Maier hat das erste Weltcup-Rennen der Saison gewonnen. Beim Riesenslalom in Sölden verwies der Österreicher den US-Amerikaner Bode Miller auf Rang zwei.

Beim alpinen Weltcup-Auftakt in Sölden ist Riesenslalom-Weltmeister Hermann Maier der heiß ersehnte Heimsieg für Österreich gelungen. Der 32 Jahre alte "Herminator" verwies in einem spannenden Finale den Gesamtweltcup-Sieger Bode Miller (USA) beim Riesenslalom im ewigen Eis noch auf Rang zwei - und konnte sein Glück anschließend kaum fassen. "Das ist nahezu ein Wunder", sagte Maier, der vor dem Start fitgespritzt werden musste, über seinen dritten Sieg auf dem Rettenbachgletscher nach 1999 und 2000.

"Am Ende leider zu viele Fehler gemacht"

Nach dem ersten Durchgang hatte Maier als Fünftplatzierter noch 72 Hundertstelsekunden Rückstand auf den führenden Miller. Der Amerikaner baute seinen Vorsprung im zweiten Lauf sogar auf 97 Hundertstel aus, ehe er in 2:17,67 Minuten doch noch um 0,07 Sekunden hinter Maier zurückfiel. "Ich bin dennoch sehr zufrieden", meinte Miller: "Es war ein großes Rennen, in dem ich am Ende leider zu viele Fehler gemacht habe." Der Österreicher Rainer Schönfelder belegte in 2:17,78 Rang drei.

Als Verlierer musste sich dagegen der einzige deutsche Starter fühlen. Der Partenkirchener Felix Neureuther verpasste als 33. des ersten Durchgangs das Finale. "Ich bin dennoch zuversichtlich, dass es eine gute Saison für mich wird", sagte der 21-Jährige, für den mehr möglich gewesen wäre. Noch bei der ersten Zwischenzeit lag er auf Finalkurs. "Aber vor dem unteren Teil hatte ich zu viel Respekt", meinte der Youngster: "Ich weiß auch nicht, was ich mir dabei gedacht habe." 25 Hundertstel fehlten letztlich zu Rang 30 und damit zum zweiten Lauf.

Während sich Neureuther schon enttäuscht zurückgezogen hatte, feierte Maier den ersten Sieg in einem Weltcup-Riesenslalom seit Are 2001 - zwischenzeitlich hatte er überraschend WM-Gold in Bormio gewonnen. "Damit habe ich nicht mehr gerechnet. Ich hatte mit dem Rennen schon abgeschlossen - und dann das", sagte er unter Tränen nach seinem insgesamt 51. Weltcup-Triumph.

"Ein bisschen durchgedreht"

Bei Millers Zieldurchfahrt sei es ihm "vor lauter Emotion wieder ins Sprunggelenk reingefahren", meinte Maier. Danach sei er "ein bisschen durchgedreht". Das Sprunggelenk hatte er sich bei einem schweren Sturz in der Vorbereitung verletzt.

Relativ gelassen nahm dagegen der 28 Jahre alte Miller die Tatsache hin, dass er den Sölden-Hattrick nach Siegen in den beiden vergangenen Jahren verpasste. Grundsätzlich sei er auf dem richtigen Weg, ließ der vollbärtige und nach intensivem Kraftraining 100 Kilogramm schwere Doppel-Weltmeister wissen - und verabschiedete sich in seinen Wohnwagen zu Freundin Karen.

Bis zu den nächsten Weltcup-Rennen am 26. und 27. November haben Maier, Miller und Co. erstmal frei. Dann werden im kanadischen Lake Louise die erste Abfahrt und der erste Super-G ausgetragen, ehe Miller ab dem 1. Dezember im amerikanischen Beaver Creak viermal "Heimspiel" hat.

© SID

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