Hertha setzt sich souverän gegen HSV durch: Deisler schießt Bayern München zum Sieg

Hertha setzt sich souverän gegen HSV durch
Deisler schießt Bayern München zum Sieg

Beim SC Freiburg hat sich Bundesliga-Tabellenführer FC Bayern München schwer getan. Hertha BSC und Werder Bremen fuhren am 23. Spieltag hohe Siege ein.

HB BERLIN. Bundesliga-Spitzenreiter Bayern München hat eine erfolgreiche Fußball-Woche mit einem Arbeitssieg über den SC Freiburg beendet. Am 23. Bundesliga-Spieltag legte der Rekordmeister mit dem 1:0 gegen die Breisgauer in mittlerweile gewohnter Manier vor. Verfolger Schalke 04 kann am Sonntag mit einem Sieg gegen Hannover 96 auf 47 Punkte gleichziehen.

Auch Werder Bremen lässt sich nicht abschütteln. Die Hanseaten, die im Gegensatz zu Bayern München eine herbe Schlappe in der Champions League erlebten, besiegten den VfL Bochum mit 4:0 und bleiben Tabellendritter. Leverkusen und der VfB Stuttgart ermitteln am Sonntag im direkten Duell, wer Bremen in der Tabelle folgt. Derzeit steht Hertha BSC auf dem vierten Platz. Die Berliner besiegten den Hamburger SV vor heimischem Publikum mit 4:1.

Die drei Plätze vor der Abstiegszone nehmen weiterhin Borussia Mönchengladbach (0:0 bei Hansa Rostock), der 1. FC Nürnberg (1:3 in Bielefeld) und Mainz 05 (0:3 in Dortmund) ein. Der 1. FC Kaiserslautern und der VfL Wolfsburg trennten sich 0:0 und stehen weiterhin im sicheren Tabellenmittelfeld.

SC Freiburg - FC Bayern München 0:1 (0:0)

Die Strapazen vom 3:1-Champions-League-Auftritt gegen den FC Arsenal schienen den Bayern noch in den Knochen zu stecken. Bis kurz vor der Halbzeitpause bot der Rekordmeister kämpferisch und spielerisch recht wenig. Der SC Freiburg war das aktivere Team. Erst nach der Pause rückten die Bayern das Bild in Person von Sebastian Deisler wieder gerade. Der Nationalspieler setzte sich gegen Andreas Ibertsberger durch und zog von der Strafraumgrenze unhaltbar zum 1:0 ab. In der zweiten Hälfte setzten die Breisgauer Bayern München mächtig unter Druck, die letzte Konsequenz fehlte aber.

Hansa Rostock - Borussia Mönchengladbach 0:0

Abstiegskandidat Hansa Rostock musste sich gegen Ende der ersten Hälfte einiger gefährlicher Angriffe der Borussia erwehren. Den Gladbachern fehlte allerdings die letzte Konsequenz. Pech hatte Hansa in der 26. Minute, als Schiedsrichter Hermann Albrecht ein klares Handspiel von Craig Moore im Rostocker Strafraum übersah. Nach der Pause begann es stark zu schneien, die Sicht wurde schlecht, der Rasen weiß. Von Torchancen konnte keine Rede sein.

Borussia Dortmund - FSV Mainz 05 3:0 (1:0)

Ein Zeichen setzten die BVB-Fans genau in der neunten Minute, als sie zu Tausenden versammelt aufstanden und das Vereinslied sangen. Früchte trug die Treuebekundung in der 28. Minute. Der Pole Ebi Smolarek nahm eine Vorlage von Lars Ricken mit dem Rücken zum Tor an, drehte sich blitzschnell um und zog zum 1:0 ab.

Ricken war es auch, der das 2:0 vorbereitete. Seinen Kopfball an die Latte köpfte der reaktionsschnelle Jan Koller ein (54.). Mainz steckte nie auf und drängte auf den Anschlusstreffer, doch das Tor fiel auf Seiten der Hausherren. Diesmal besorgte es Ricken mit einem Schlenzer über Mainz-Torwart Dimo Wache selbst.

1. FC Kaiserslautern - VfL Wolfsburg 0:0

Halil Altintop war beim 1. FC Kaiserslautern der bestimmende Mann der ersten Halbzeit. Seine beste Aktion war ein Abseitstor in der 37. Minute. Wolfsburg kam erst nach knapp einer halben Stunden ins Spiel. Eine gute Chance hatte aber nur Martin Petrow bei einem Freistoß aus circa 25 Metern. Ab der 48. Minute mussten die Niedersachsen ohne Facundo Quiroga auskommen, der nach einem Foul mit Gelb-Rot des Platzes verwiesen wurde.

Hertha BSC Berlin - Hamburger SV 4:1 (3:0)

Giuseppe Reina bedankte sich bei Hertha-Trainer Falko Götz schon kurz nach dem Anpfiff für seine Aufstellung in der Anfangself. HSV-Keeper Martin Pieckenhagen konnte einen Freistoß von Marcelinho nicht festhalten, Reina trat den Abklatscher ins Tor (4.). Sein Mittelfeld-Kollege Gilberto ließ sich ebenfalls nicht lange bitten, setzte sich in der 15. Minute souverän gegen van Byuten und Boulahrouz durch und schloss mit einem Schuss durch Pieckenhagens Beine zum 2:0 ab. Vorbereiter des Gilberto-Tores war Marcelinho, nur 16 Minute später wurde der Brasilianer auch als Torschütze des 3:0 geführt.

Eine große Dummheit beging Herthas Yildiray Bastürk in der 61. Minute, als er einen Torschuss mit der Hand abfing und Rot sah. Noch dümmer stellte sich aber Elfmeterschütze Sergej Barbarez an. Anscheinend lustlos kickte er den Ball nur an den rechten Torfosten. Dass der Bosnier in der 78. Minute den 1:3-Anschluss köpfte, interessierte die Hamburger Fans nicht wirklich, denn drei Minuten darauf stellte Gilberto den alten Abstand wieder her.

Arminia Bielefeld - 1. FC Nürnberg 3:1 (2:1)

Im Duell der besten Bundesliga-Torjäger zwischen Bielefelds Delron Buckley (14 Treffer) und Nürnbergs Marek Mintal (18) hatte der Armina-Stürmer den besseren Start. Bereits in der sechsten Minute tunnelte Buckley nach Vorarbeit von Massimilian Porcello «Club»-Keeper Daniel Klewer zum 1:0. Nationalspieler Patrick Owomoyelas Kopfballtreffer nach einer Ecke (19.) hätte eigentlich noch mehr Sicherheit ins Spiel der Hausherren bringen sollen. Aber endlich kam auch Mintal zum Zug. Eine Flanke von Markus Daun verlängerte der Slowake aus etwa acht Metern mit der Stirn zum 1:2 ins Tor (31.).

Mintal hatte auch in der zweiten Hälfte seine Chancen, ein Tor gelang ihm aber nicht mehr. Dafür machte Roberto Pinto für die Arminia alles klar, als sein Schuss in die lange Ecke vom Innenpfosten ins Tor prallte (73.). Mehr zum Spiel...

Werder Bremen - VfL Bochum 4:0 (1:0)

Bochums Trainer Peter Neururer hat mit keiner seiner bisher vier Bundesliga-Mannschaften einen Punkt in Bremen holen können. Auch mit dem VfL Bochum gelang es nicht. Dafür sorgte in der 45. Minute Valerien Ismael, der den Ball per Kopf über VfL-Torwart Christian Vander hob. Frank Baumann (49.), nach einem Rückpass von Thomas Ernst, sowie Nelson Valdez (53.) setzten gleich nach dem Wiederanpfiff noch zwei Tore drauf. Johan Micoud erhöhte später auf 4:0 (74.). Mehr zum Spiel...

FC Schalke 04 - Hannover 96

Gleich zwei Mal stehen sich auch diese Klubs binnen einer Woche gegenüber: erst in der Liga, dann im Pokal. Bei Hannover hat eindeutig der Pokalwettbewerb Priorität, da hier schon der Finaleinzug zum einem Platz im Uefa-Cup verhelfen könnte. Auch Trainer Ewald Lienen denkt so, «weil es da um alles oder nichts geht».

Für die Gastgeber ist nach dem Ausscheiden im Uefa-Cup gegen Donezk die Meisterschaft umso wichtiger geworden. Ein Sieg gegen 96 gilt als Pflicht: Schließlich soll Konkurrenz Bayer München nicht schon wieder davonziehen.

Bayer 04 Leverkusen - VfB Stuttgart (beide Partien am Sonntag um 17.30 Uhr)

Im Verfolgerduell geht es für beide Klubs um alles. Wer verliert, hat zunächst den Anschluss an das Führungsduo verloren. Wobei der VfB nicht nur das Aus im Uefa-Cup gegen Parma verkraften muss. Es war vor allem die enttäuschende Leistung der Stuttgarter, die das Bayer-Team zum Favoriten des Spiels stempelt.

Bayer hat sich in der Champions League zwar auch nicht mit Ruhm bekleckert, jedoch lässt der späte Franca-Treffer dem Team zumindest noch die Hoffnung aufs Weiterkommen. Brasiliens Nationalverteidiger Roque Junior steht den Leverkusenern allerdings auch am Sonntag noch nicht wieder zur Verfügung.

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