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Heute beginnt die Vuelta - Zabels Abschiedstournee

Der letzte große Auftritt im Telekom-Trikot führt Erik Zabel nach Spanien. Die traditionsreiche "Vuelta" beginnt heute mit dem Prolog. Die 60. Spanien-Rundfahrt beendet 13 Zabel-Jahre im Bonner Rennstall.

Die Abschieds-Tour in den Magenta-Farben beginnt für Telekom-Urgestein Erik Zabel, während es für das Team Gerolsteiner eine Premiere ist: Mit dem Startschuss am Samstagmittag um 13.48 Uhr zum Prolog-Einzelzeitfahren der 60. Spanien-Rundfahrt beginnt Zabels "Tour d´Honneur" nach 13 Profijahren bei dem Bonner Rennstall, während ein von Zeitfahr-Spezialist Uwe Peschel angeführtes Youngster-Team die Gerolsteiner erstmals bei der Vuelta vertritt.

Für Zabel wird die 3 368,5km lange Reise bis zum Finale am 18. September in Madrid zur Prestige-Angelegenheit. Der bei T-Mobile ausgemusterte Profi will zum vierten Mal nach 2002 die Punktwertung gewinnen und das im Vorjahr eroberte Blaue Trikot auf den relativ seltenen Sprintetappen erfolgreich verteidigen.

"Vielleicht ist auch ein Tagessieg drin"

"Vielleicht ist auch ein Tagessieg drin", sagt Zabels Teamleiter Frans van Looy, der einen Tag vor dem Vuelta-Start in Granada seinen 55. Geburtstag feierte. Sechs Etappensiege hat Zabel bislang bei der größten Rundfahrt auf der Iberischen Halbinsel errungen, genauso viel wie Alt-Meister Rudi Altig, der 1962 als erster Deutscher Vuelta-Gesamtsieger wurde, was nach ihm noch Rolf Wolfshohl (1965) und Jan Ullrich (1999) gelang.

Im Vergleich der Sprinter erwartet Zabel ein pikantes Duell. Der Vize-Weltmeister hat Italiens Spurt-Ass Alessandro Petacchi zum Gegner, mit dem er aller Voraussicht nach im kommenden Jahr gemeinsam für das Domina-Vacanze-Team fährt. Van Looy setzt bei der auf die Bergspezialisten zugeschnittene Fernfahrt vor allem auf die Lokalmatadoren Oscar Sevilla und Paco Lara, die ihren favorisierten Landsleuten Francisco Mancebo (Illes Balears), Iban Mayo, Aitor Gonzalez (beide Euskatel), Carlos Sastre (CSC), Oscar Pereiro (Phonak) und vor allem Titelverteidiger Roberto Heras (Liberty Seguros) die Schau stehlen sollen. Der 31-jährige Heras hat seinen vierten Vuelta-Gesamtsieg seit 2000 im Visier, womit er alleiniger Rekordhalter vor dem Schweizer Tony Rominger wäre.

Reichlich Kletterpartien

Im Team Gerolsteiner ist Sven Montgomery der Mann für die Kletterpartien, die mit insgesamt 47 Bergwertungen (4 der höchsten und je elf der 1. und 2. Kategorie) reichlich vorhanden sind. "Wenn es im Gesamtklassement nicht zu einer vorderen Platzierung reicht, kann er sich in den Bergen bestimmt in Szene setzen, ohne von den Favoriten verfolgt zu werden", sagt Teamleiter Reimund Dietzen. Er hat dabei aber nicht unbedingt die beiden Pyrenäen-Etappen (5./6. September) zum 2230m hohen "Dach der Vuelta" bei der Skistation Ordino-Arcalis ins Auge gefasst.

Ohnehin legt der in Spanien lebende Rheinland-Pfälzer, der als Profi bei der Vuelta mit drei Etappensiegen seine größten Erfolge feierte, die Messlatte für seine junge Truppe nicht allzu hoch. Dennoch: "Ein Etappensieg bei den langen Zeitfahren ist Uwe Peschel zuzutrauen. Und Thomas Ziegler oder Rene Haselbacher haben beim Klassiker Rund um die Hainleite ihre Qualitäten als Fluchtexperten bewiesen", sagt Dietzen.

© SID

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