Hintergrund
Überblick: Deutsche Rennvereine und ihre Situation

Baden-Baden
Aufschwung durch Tribünen-Neubau in Iffezheim. Extreme Finanzprobleme sind beseitigt. Der Umsatz- und Qualitätsmarktführer muss trotzdem sparen.

Bad Doberan
Deutschlands älteste Rennbahn (1822) schaffte als einzige Meetingbahn auf kleiner Ebene ein Umsatzplus. Extrem hohe Kosten, deshalb immer wieder Probleme.

Bremen
Die Politik (Große Koalition) unterstützt den Galopprennsport: Neubau einer Trainingsanlage und Hotels, vorbildliche Bahnpflege.

Dortmund
Rennbahngelände ist Vereinseigentum. Erste deutsche Allwetterbahn mit stark fallender Akzeptanz. Wenig Unterstützung durch Kommune.

Dresden
Ohne die seit Jahren gewährte Hilfe durch die Stadt und den Dachverband nicht lebensfähig. Trotzdem die bestgeführte und gepflegteste Ost-Rennbahn.

Düsseldorf
Ohne finanzielle Hilfe durch den turfbegeisterten OB Jochim Erwin und Henkel-Aufsichtsratchef Albrecht Woeste (hat selbst Pferde) wäre der Rennverein längst pleite.

Frankfurt/Main
Der für die finanzielle Absicherung des Rennvereins geplante Hotelbau verzögert sich seit Jahren. Die Stadt und etliche Sponsoren haben schon geholfen.

Hamburg
14 Derbymeetings hintereinander mit steigenden Verlusten. Für 2006 sind drastische Kürzungen geplant. Preis der Diana wurde nach Düsseldorf verkauft.

Hannover
Verein war pleite, gerettet durch den neuen Präsidenten Gregor Baum. Aufschwung im Jahre 2005, für 2006 sind mehr Renntage geplant.

Bad Harzburg
Viel Wetterpech in den letzten Jahren. Das immer wieder kritisierte Geläuf wird derzeit umgebaut. Überschaubare Finanzprobleme.

Hassloch/Pfalz
Einziger Rennverein mit einer weiblichen Präsidentin. Helma Schmitt hat in der überschaubaren Region große Sponsorenprobleme.

Hoppegarten
Union-Klub als Veranstalter finanziell am Ende. Die beiden letzten Renntage wurden vom Insolvenzverwalter durchgeführt. Fatale Fehleinschätzungen über Unterhaltungskosten für die Anlage.

Köln
Mit Baden-Baden der Marktführer. Man hofft seit Jahren auf Verkäufe von Grundstücken am Rande der Bahn, um dringende Sanierungen vorzunehmen. Im Hintergrund hilft oft das Bankhaus Oppenheim.

Krefeld
Neuer Rennverein, der vorherige ging pleite. Stadt steht hinter der landschaftliche reizvollen Anlage. Nur noch ein kleines Jahresprogramm.

Leipzig
Traditionsreiche, aber stark renovierungsbedürftige Anlage in bester Lage. Ohne jede Hilfe der desinteressierten Stadtverwaltung. Zockerhochburg in der ehemaligen DDR.

Mannheim
Die Bahn in Seckenheim ist stets gut besucht. 5 Renntage, fast alles ist gesponsert. Solide Finanzen.

Mülheim/Ruhr
Das beste Rennen (Preis der Diana) wurde in höchster Not verkauft. Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld übernahm den Vereinsvorsitz, trotzdem endet fast jeder Renntag mit Verlusten.

München-Riem
Großer Grundbesitz, der immer wieder genutzt wird, um durch Verkäufe die Vereinsbilanzen zu verschönern. Vom reinen Rennbetrieb nicht lebensfähig.

Neuss
Die Stadt zahlt Großteile der Raten für die Umrüstung zur Flutlicht-Winterbahn. Günstige Lage, deshalb Pläne für erneuten Umbau zu einem Sportzentrum.

Saarbrücken
Auf der Bahn in Güdingen gibt es nur „Rennfeste“ – mit überwiegend gesponserten Rennen und viel regionaler Prominenz. Sorgenfrei.

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