Hoch verschuldeter Club weiter in der Bedrängnis
Schechter bricht Gespräche mit BVB ab

Der auf Fußballanleihen spezialisierte Londoner Finanzier Stephen Schechter hat seine Kontakte zu Borussia Dortmund (BVB) wieder abgebrochen. "Es gibt keine Beziehung mehr zu Borussia Dortmund", sagte der Investment-Banker dem Handelsblatt.

LONDON. Schechter nannte einen Vertrauensbruch des Dortmunder Präsidiums als Grund für das Ende der Verhandlungen. Ein für Donnerstag angesetztes Treffen hat Schechter abgesagt.

Der Präsident des finanziell angeschlagenen Fußballklubs, Reinhard Rauball, hatte noch am Dienstag öffentlich gesagt, dass es wieder Verhandlungen mit Schechter über eine Anleihe gebe. Das sieht der Londoner Banker "möglicherweise als Bruch der Wertpapierhandelsgesetze" an, auch sei es nicht mit ihm abgesprochen.

"Damit jeder Zweifel vermieden wird: Es existiert keine Beziehung zwischen Schechter und Borussia Dortmund", heißt es aus London. Schechter ärgert nicht nur der Vertrauensbruch. Der Club sei bislang Aufforderungen nicht nachgekommen, ihm Finanzinformationen zu geben.

Schechters Absage bringt den hoch verschuldeten BVB weiter in Bedrängnis. Der Bundesligist sucht Investoren, um seine Finanzen zu sanieren und sein Stadion zurückzukaufen. Frühere Verhandlungen mit Schechter über eine Anleihe im Wert von 100 Millionen Euro waren ebenfalls unterbrochen worden. In Dortmund war am Mittwochabend niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

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