Hockey Bundesliga
Reform soll Hockey-Bundesliga attraktiver machen

Die Hockey-Bundesliga soll ab der kommenden Saison aufgrund einer radikalen Reform wieder attraktiver werden. Dabei soll in Zukunft nach einem Remis eine Entscheidung im Siebenmeterschießen fallen.

Um die Attraktivität zu erhöhen und gleichzeitig die Belastungen der Spieler zu reduzieren, planen die Vereine der Hockey-Bundesliga eine radikale Reform der Eliteklasse. So soll bereits ab der kommenden Saison 2007/08 mit zwölf Vereinen vor der Winterpause nur eine einfache Runde gespielt werden.

Im Frühjahr treten die besten acht Teams im "best-of-three"-Modus zu Viertelfinalspielen an. Die Klubs auf den Plätzen neun bis zwölf bestreiten eine Abstiegsrunde. Das Unentschieden soll abgeschafft werden, in jedem Fall bringt ein Siebenmeterschießen eine Entscheidung.

"Im Augenblick keine große Attraktivität"

Dies sind die wichtigsten Ergebnisse einer Tagung der Bundesligavereine in Mönchengladbach. "Die Liga hat im Augenblick keine große Attraktivität, das würde sich mit dem neuen Konzept schon durch eine höhere Zahl von Entscheidungsspielen ändern", erklärte der Mönchengladbacher Michael Hilgers, der die Ergebnisse einer Arbeitsgruppe vorstellte: "Ein Jahr nach der WM im eigenen Land und vor Olympia in Peking ist das wahrscheinlich die letzte Chance, den WM-Schwung zu nutzen."

Ähnlich wie bei Eishockey und Handball sollen die Trainer die Möglichkeit zu einer Auszeit bekommen. Die Schiedsrichter sind zudem verpflichtet, ihre Entscheidungen klar durch Handzeichen anzuzeigen. Die bisherige Frist für Spielerwechsel am 1. April soll entfallen. Außerdem werden die Vereine verpflichtet, elektronische Uhren zu installieren.

"Wir treten jetzt in die formellen Umsetzungsgespräche ein", erklärte Hilgers. Der Olympiasieger von 1992 ist als Trainer des Gladbacher HTC und Geschäftsführer des Hockey-Parks in Mönchengladbach tätig. Dabei müssen Regelfragen und organisatorische Probleme geklärt werden.

Schwierigkeiten mit dem Deutschen Hockey-Bund (DHB) erwartet Hilgers nicht: "Der DHB ist in Regelfragen schon involviert und verfolgt grundsätzlich das gleiche Ziel von mehr Attraktivität und internationaler Konkurrenzfähigkeit wie die Bundesligaklubs".

© SID

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