Hockey EM
Deutsche Hockeydamen im EM-Finale

Durch ein 2:1 nach Golden Goal gegen England haben die deutschen Hockeydamen das Finale bei der EM in Amsterdam erreicht. Dort treffen sie auf die favorisierten Niederländerinnen.

Der Traum der deutschen Hockeydamen von der erfolgreichen Titelverteidigung bei der Europameisterschaft in Amsterdam lebt weiter. Das Team von Bundestrainer Michael Behrmann bezwang im Halbfinale England mit 2:1 (1:1, 1:1) nach Golden Goal und erfüllte damit die eigenen Ansprüche. In der Zielvereinbarung mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (Dosb) hatte sich das Team zum Erreichen des Finals verpflichtet.

Maike Stöckel war in der fünften Minute der Verlängerung mit ihrem Treffer die Heldin für die deutschen Damen, nachdem Natascha Keller (27.) Deutschland mit 1:0 in Führung gebracht hatte. Sicherheit brachte der Treffer in einer zähen Partie aber nicht. Joanne Ellis (34.) glich kurz vor der Pause für die entschlossen wirkenden Britinnen aus. Deutschland trifft nun am Samstag in einer Neuauflage des Finals von 2007 auf Topfavorit Niederlande.

Bundestrainer Behrmann erleichtert

"Wir wollten ins Finale und das haben wir jetzt geschafft", sagte der erleichterte Bundestrainer Behrmann, "Holland haben wir im Endspiel erwartet, wir haben vor zwei Jahren bewiesen, dass man eine Chance hat. Wir wollen versuchen, sie zu nutzen." Damals konnten sich die "Behrmann-Girls"überraschend mit 2:0 durchsetzen. Die Niederlande bezwang Spanien im Halbfinale klar mit 5:1 (3:0) und ist wieder favorisiert.

Der Bundestrainer war vor der Partie optimistisch, dass sein Team seiner Favoritenstellung gerecht würde. "Die Engländer haben eine junge Mannschaft, die schon auf die Olympischen Spiele 2012 vorbereitet wird", sagte der Hamburger, der in seinem Kader noch zehn Europameisterinnen von 2007 dabei hatte, "normalerweise müssen wir sie schlagen."

Überraschende deutsche Führung nach schwachem Beginn

Von diesem Selbstvertrauen war aber zunächst nur wenig zu sehen. "Wir haben nur sehr schwer ins Spiel gefunden, da haben auch die Nerven eine Rolle gespielt", meinte Behrmann. Beide Mannschaften begannen die Partie äußerst verhaltend. Sicherung des eigenen Tores schien das oberste Gebot, zu überzeugenden Offensivaktionen kam es so nicht. Erst in der 25. Minute gab es durch Eileen Hoffmann den ersten Torschuss aus dem Spiel heraus.

"Wir waren ein bisschen verkrampft", meinte Mannschaftsführerin Fanny Rinne, "es war ein glückliches Ende in einem nicht so tollen Spiel." Die deutsche Führung fiel etwas überraschend und war das Ergebnis eine starken Einzelaktion von Stöckel. Die Stürmerin "klaute" einer Engländerin die Kugel, lief über das halbe Feld in den Schusskreis und zog ab. Ihren Schuss konnte Torfrau Rebecca Duggan noch parieren, Torjägerin Natascha Keller staubte aber erfolgreich ab

England durch Strafecke zum Ausgleich

Mehr Sicherheit brachte die Führung allerdings nicht. Die Engländerinnen bemühten sich nun um mehr Angriffsdruck und kamen nach einem Abwehrfehler von Nina Hasselmann kurz vor der Pause zu einer Serie von drei Strafecken, von denen Ellis die letzte zum Ausgleich nutzte.

Auch in der zweiten Hälfte konnte sich kein Team klare Vorteile erspielen. Größte Schwäche bei den Deutschen war allerdings die schwache Auswertung der Strafecken. Die größte Chance zur Entscheidung hatte drei Sekunden vor Schluss dann Stöckel, ihr Schuss strich aber Zentimeter am Tor vorbei.

© SID

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