Hockey EM
Doppeltriumph für deutsche Hockey-Frauen

Die deutschen Hockey-Frauen haben bei der EM in Manchester durch ein 2:1 gegen die Gastgeber das Finale erreicht. Zugleich löste das Team von Bundestrainer Michael Behrmann das Ticket für Olympia 2008.

Für die deutschen Hockey-Damen rückt der EM-Sieg in greifbare Nähe. Bereits sicher hat das Team von Bundestrainer Michael Behrmann das Ticket zu den Olympischen Spielen 2008 in Peking. Durch einen 2:1 (2:0)-Erfolg über Gastgeber England zog das DHB-Team in das Endspiel der EM in Manchester ein und qualifizierte sich damit gleichzeitig für Olympia. Finalgegner am Samstag (17.30 Uhr Mesz) ist Titelverteidiger Niederlande, der sich im ersten Halbfinale mit 3:0 (1:0) gegen Spanien durchsetzte.

Anke Kühn mit einem Strafeckennachschuss (12.) und Maike Stöckel (34.), die eine schöne Vorarbeit von Natascha Keller aus kurzer Distanz zu ihrem fünften Turniertor nutze, waren für das Team von Bundestrainer Michael Behrmann vor der Pause erfolgreich. 20 Sekunden vor der Halbzeit traf Keller außerdem noch den Pfosten. Die deutsche Mannschaft, die nach 67 Minuten nur noch den Anschlusstreffer durch Crista Cullen hinnehmen musste, steht damit zum vierten Mal nach 1991, 1999 und 2005 in einem EM-Endspiel. In allen bisherigen Finals um den kontinentalen Titel unterlag die deutsche Auswahl jeweils dem insgesamt sechsmaligen Champion Niederlande.

"Wir haben unser Minimalziel damit erreicht", freute sich Behrmann, der Ende 2006 das Amt von "Goldschmied" Markus Weise übernommen hatte. Weise steht mit der Herren-Mannschaft am Freitag (19.30 Uhr Mesz) gegen Spanien ebenfalls im Halbfinale. Die ersten drei Teams der EM lösen automatisch das Ticket nach Olympia. Insgesamt 18 weitere Mannschaften müssen im Frühjahr auf drei Turnieren noch drei Olympia-Fahrer ermitteln. "Ich bin sehr froh, dass uns dies bei den Damen schon mal erspart bleibt", sagte der Präsident Stephan Abel vom Deutschen Hockey-Bund (DHB), "jetzt hoffe ich, dass die Herren nachziehen könen."

Die deutschen Damen, in deren Reihen noch sechs Olympiasiegerinnen von Athen stehen, zeigten gegen die Gastgeberinnen ähnlich wie ihre männlichen Kollegen tags zuvor ihre bislang beste Turnierleistung. In der Abwehr standen Tina Bachmann und Julia Müller meist sicher, mit großem Einsatz schon im Mittelfeld ließen sie die laufstarken und kräftigen Engländerinnen kaum zur Entfaltung kommen und hielten kämpferisch stets dagegen. Immer wieder überbrückten sie bei Kontern mit langen Schlenzbällen schnell das Mittelfeld und spielten auch ihre technische Überlegenheit aus.

Weltmeister Niederlande ist für das Finale trotz der guten Leistung der deutschen Mannschaft klar favorisiert. "Oranje" dominierte den WM-Vierten Spanien im ersten Semifinale eindeutig und wurde dabei kaum gefordert. "Die Niederlande haben die beste Mannschaft der Welt", sagte Behrmann, "wir müssen schon einen sehr guten Tag haben, um sie zu schlagen." Im Olympia-Finale 2004 jedoch ist das den DHB-Damen immerhin schon einmal gelungen.

© SID

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