Hockey EM
Hockey-Herren scheitern im EM-Halbfinale

Weltmeister Deutschland hat das Endspiel bei der Hockey-EM in Manchester verpasst. Die DHB-Auswahl unterlag im Halbfinale Spanien im Siebenmeterschießen. Der Titelverteidiger trifft im Endspiel auf die Niederlande.

Im Halbfinale war für Hockey-Weltmeister Deutschland bei der Europameisterschaft in Manchester Endstation. Das deutsche Team unterlag in der Vorschlussrunde Titelverteidiger Spanien in einem Siebenmeterkrimi nach Fehlschüssen von Kapitän Timo Weß und Philipp Zeller mit 2:4. Nach 70 Minuten hatte es 3:3 (2:1) gestanden.

Spanien nahm damit erfolgreich Revanche für die Halbfinalniederlage im Siebenmeterschießen bei der WM 2006 in Mönchengladbach und trifft im Endspiel am Sonntag (16.30 Uhr Mesz) nun auf die Niederlande, die Belgien mit 7:2 (3:1) bezwang. Die DHB-Auswahl verpasste es damit, mit den Damen mitzuhalten. Die Olympiasiegerinnen stehen am Samstag um 17.30 Uhr in einer Neuauflage des Finales von Athen 2004 gegen die Niederlande im Endspiel.

Christopher Zeller (7., 65.) und Carlos Nevado (20.) schossen die Tore für die Mannschaft von Bundestrainer Markus Weise. Xavier Ribas (2., 58.) und David Alegre (60.) waren für die Spanier erfolgreich, die auf Grund der besseren Leistung verdient erneut ins EM-Endspiel einzogen. "Spanien ist der korrekte Sieger", erkannte auch Weise an: "Ich bin überhaupt nicht zufrieden mit unserer Leistung. Einige Leute waren heute weit von ihrer Bestform entfernt."

Deutschland muss im Spiel um Platz drei am Sonntag (14.00) nun gegen Belgien gewinnen, um sich direkt für die Olympischen Spiele in Peking zu qualifizieren. In der Vorrunde hatten sich beide Teams 2:2 getrennt. Im ersten Halbfinale hatte sich die Niederlande souverän gegen Nachbar Belgien durchgesetzt. Dabei erzielte Strafeckenspezialist Taeke Takema allein sechs Tore.

Die Partie begann schon mit mit einem frühen Schock für das deutsche Team, als die Spanier schon nach einer Minute eine Strafecke zugesprochen bekamen. Ribas verwandelte sicher, Torwart Ulrich Bubolz sah bei dem harten Schlenzball über seinen Handschuh hinweg aber nicht gut aus. In der Folge kam der Weltmeister nur schwer ins Spiel. Ungewöhnlich viele technische Fehler und Fehlpässe unterliefen den deutschen Spielern. Das Team zeigte Nerven und hatte auch mit der kompakten spanischen Abwehr Probleme.

Deutsche Führung brachte keine Ruhe ins Spiel

Dennoch ging der Weltmeister noch vor der Pause auf Grund der individuellen Klasse seiner Angreifer in Führung. Zeller nutzte im Fallen mit einer Direktabnahme eine Rechtsflanke von Tibor Weißenborn zum Ausgleich und der Halbspanier Carlos Nevado "explodierte" bei seinem Treffer förmlich. Der wieselflinke Hamburger ließ bei einem Solo von der Mittellinie zwei Gegenspieler stehen und vollendete mit einem krachenden Rückhandschuss.

Mehr Ruhe brachte diese glückliche Führung aber nicht. Auf der anderen Seite rettete der Berliner Bubolz nun aber bei Großchancen von Rodrigo Garza, Pol Amat und Eduard Tubau mit der von ihm gewohnten Klasse. Deutschland hatte dagegen im ersten Durchgang nur eine Strafecke, der Schlenzball von Weß wurde aber von Torwart Francisco Cortez gehalten. Ein Schuss aus spitzem Winkel von Matthias Witthaus strich über das Tor.

Auch im zweiten Durchgang hatte Spanien mehr vom Spiel und wirkte gefährlicher. Bubolz rettete aber bei zwei weiteren Strafecken, als Sebastian Biederlack eine Zeitstrafe absitzen musste. Mit der umstrittenen fünften Strafecke war Ribas dann aber zum verdienten Ausgleich erfolgreich. Als Alegre Spanien zehn Minuten vor Ende sogar in Führung brachte, sah alles nach einer Niederlage für Deutschland aus, aber Zeller behielt bei der zweiten Strafecke die Nerven und traf fünf Minuten vor dem Ende noch zum Ausgleich.

© SID

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