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Hockey-Herren feiern Schützenfest zum Auftakt

Mit einem 5:1-Sieg über Schottland sind die deutschen Hockey-Herren in die Heim-Europameisterschaft gestartet. Die Tore für den Titelverteidiger erzielten Zeller, Emmerling, Weißenborn und zwei Mal Florian Keller.

In Torlaune präsentierten sich die deutschen Hockey-Herren zum Auftakt der Heim-Europameisterschaft in Leipzig. Der verjüngte Titelverteidiger triumphierte vor 3 000 begeisterten Fans bei strahlendem Sonnenschein mit 5:1 (3:1) gegen Schottland, konnte aber noch nicht restlos überzeugen. Weitere Gegner auf dem Weg zum fünften kontinentalen Titel in Folge sind Belgien am Dienstag und England am Donnerstag.

"Wir haben klar dominiert, es gab nie einen Zweifel, wer hier als Sieger vom Platz geht. Die zweite Hälfte war zwar nicht ganz so gut, aber man muss sich ja noch steigern können", kommentierte Bundestrainer Bernhard Peters nach dem dritten Sieg im dritten Duell der EM-Geschichte gegen Schottland. Überragender Mann war der nach einer Adduktorenverletzung ins Team zurückgekehrte Torjäger Florian Keller mit zwei Treffern (32. und 69.). "Wir denken nicht an Gold, wir denken von Spiel zu Spiel. Wir haben zum ersten Mal in dieser Besetzung gespielt und dafür war es sehr gut", erklärte Keller.

Blitzstart durch Zeller und Emmerling

Christopher Zeller (4.) und Rückkehrer Björn Emmerling (6.) mit einem sehenswerten Rückhandschlag ins Dreiangel hatten mit einem Blitzstart für klare Verhältnisse gesorgt. Nach einem Gegentreffer von Mark Ralph per Strafecke (20.) trafen zweimal Keller und Tibor Weißenborn (39.) zum ungefährdeten Triumph.

Das von Peters gewünschte Tempo-Hockey präsentierten die Deutschen gegen den defensiven Gegner allerdings nur selten, zudem ließ die Chancenverwertung vor allem bei den Strafecken (zwei Tore aus sechs Versuchen) zu wünschen übrig. "Es läuft noch nicht alles rund", meinte Emmerling. Kein Wunder - Chefcoach Peters präsentierte auf dem nagelneuen Kunstrasen ein nach Olympiabronze verjüngtes Team mit neun U-23-Spielern, in dem Kapitän Timo Weß nach einem Mittelfußbruch sein Comeback feierte.

Auch Niederlande erfolgreich

Noch schwerer als Gastgeber Deutschland taten sich jedoch die beiden deutschen Erzrivalen in Gruppe B. Die Niederlande triumphierten mit 5:4 (4:2) gegen Frankreich, wobei der Außenseiter einen Siebenmeter und in der Schlussminute auch noch eine Strafecke nicht zum verdienten Ausgleich nutzen konnte. Spanien gewann erst durch eine Strafecke nach Ablauf der regulären Spielzeit mit 2:1 (1: 0) gegen Polen und beschwerte sich anschließend über den angeblich zu stumpfen Kunstrasen. Peters: "Spanien ist für mich wegen der individuellen Klasse seiner Stürmer Topfavorit, aber wir haben Heimvorteil."

Gold fest anvisiert

Finanziell erhofft sich der Deutsche Hockey-Bund (DHB) bei der mit einem Etat von 650 000 Euro organisierten Veranstaltung eine ausgeglichene Bilanz und mindestens 10 000 Zuschauer. Sportlich zählt nach EM-Silber der Damen nur Gold - schließlich soll bei der Heim-Weltmeisterschaft in einem Jahr in Mönchengladbach ebenfalls der Titel verteidigt werden.

© SID

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