Hockey Nationalmannschaft
Deutsche Hockey-Damen kassieren 1:8-Klatsche

Gegen den Erzrivalen Niederlande setzte es für die deutschen Hockey-Damen bei der 13. Champions-Trophy in Canberra (Australien) eine herbe 1:8-Pleite und damit bereits die zweite Niederlage im zweiten Spiel.

Karin Blank konnte einem Leid tun: in der Partie der deutschen Nationalmannschaft gegen die Auswahl der Niederlande musste die Torfrau der Hockey-Damen achtmal hinter sich greifen. In Canberra verlor das Team von Bundestrainer Markus Weise gegen die Auswahl der Niederlande mit 1:8 (0:2) und kassierte damit eine neue Rekordschlappe gegen den Erzrivalen. Die Olympiazweiten von Athen nahmen damit erfolgreich Revanche für die Finalniederlage im vergangenen Sommer.

Das 1:8 war für die deutsche Mannschaft nach dem 0:2 zum Auftakt gegen Gastgeber Australien schon die zweite Niederlage. "Gegen Australien waren wir noch halb von der Rolle, heute hat wirklich gar nichts gestimmt. Nach dem Wechsel war es eine ziemliche Katastrophe. Und den Holländerinnen ist zudem heute auch wirklich alles geglückt", sagte Weise, der in "down under" ohne fünf Stammspielerinnen, darunter Torjägerin Fanny Rinne, auskommen muss.

Markus Weise monierte vor allem die Einstellung seiner Schützlinge: "Heute haben sich auf dem Platz wirklich alle versteckt. Und man konnte keinen Unterschied erkennen, wer von unseren Spielerinnen bei Olympia eine Goldmedaille gewonnen hat und wer nicht. Auch die, die hier eigentlich Verantwortung übernehmen müssten, waren nicht zu sehen."

Bereits nach 38 Sekunden klingelte es das erste Mal im Tor von Karin Blank, die überraschend den Vorzug vor Stamm-Torhüterin Yvonne Frank erhielt. "Wir wollten unserer zweiten Torhüterin Spielpraxis geben. Selbst wenn Karin den besten Tag ihrer Karriere gehabt hätte, hätte sie nur zwei der acht Tore verhindern können", sagte Weise, der sich auch nicht über das Traumtor der Kölnerin Maike Stöckel in der 62. Minute zum zwischenzeitlichen 1:6 freuen konnte.

Im nächsten Spiel am Dienstag geht es gegen Weltmeister Argentinien, der am Sonntag gegen China 3:0 gewann. "Wir müssen jetzt die Reißleine des Fallschirms finden, um den freien Fall zu beenden", sagte Weise. "So wie es aussieht, ist jedes Spiel jetzt Vorbereitung auf das Relegationsspiel um den Klassenerhalt. Und auch dafür müssen wir uns noch erheblich steigern."

© SID

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