Hockey Nationalmannschaft
Deutsche Hockey-Herren lösen Olympia-Ticket

Die deutschen Hockey-Herren haben durch einen 4:0-Finalsieg beim Qualifikations-Turnier in Kakamigahara gegen Gastgeber Japan ihr Ticket für die Olympischen Spiele gelöst.

Die deutschen Auswechselspieler feierten auf der Bank bereits vor Ende der Partie die Qualifikation für Olympia. Nachdem der Schlusspfiff des Schiedsrichters dann dem 4:0 (1:0)-Sieg im Finale Qualifikations-Turnier in Kakamigahara gegen Gastgeber Japan amtlich gemacht hatte, stimmte auch der Rest des Teams in den Jubel ein. Durch den alles entscheidenden hat sich die deutsche Nationalmannschaft im "Nachsitzen" noch das Ticekt für die Olympischen Spiele in Peking gesichert..

Doppelten Grund zur Freude hatten Mannschaftskapitän Timo Weß, der als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet wurde, und Christopher Zeller, der mit insgesamt neun Treffern Torschützenkönig wurde.

Weise: "Mir sind Steine vom Herzen gefallen"

Florian Keller (15.), Christopher Zeller (39., 47.) und Sebastian Draguhn (68.) stellten mit ihren Toren auch im Finale ein standesgemäßes Ergebnis für den Weltranglisten-Ersten her. Mit insgesamt 34 Toren und ohne Gegentreffer in sechs Partien hat der Weltmeister die gefährliche Pflichtaufgabe in Fernost souverän bestanden. Natürlich sind mir ein paar Steine vom Herzen gefallen", sagte Bundestrainer Markus Weise: "Ich bin schon sehr froh, dass ich die Antworten auf diese "Was wäre wenn"-Fragen nun nicht geben muss."

Die Folgen eines Versagens wären für den DHB, der nun doch wieder mit Damen und Herren bei Olympia am Start ist, auch kaum ausdenkbar gewesen. Der DHB ist als kleiner Verband mit seinen etwa 70 000 Mitgliedern sehr auf die Förderung durch öffentliche Gelder angewiesen. "Die Gefahr, in eine Abwärtsspirale aus weniger Förderung, weniger Sponsoren, weniger Lehrgangsmöglichkeiten und weniger Erfolg zu geraten, war natürlich da", sagte DHB-Sportdirektor Rainer Nittel.

Fürste: "Haben uns Olympia jetzt richtig verdient"

Jetzt aber können sich Weise und seine Mannschaft in Ruhe auf die große Aufgabe in Peking vorbereiten, wo sie als Weltmeister und Champions-Trophy-Sieger trotz der verspäteten Qualifikation ein heißer Medaillenkandidat sind. Der Hamburger Fürste sieht nach dem Happy End sogar Positives in dem Umweg über Japan: "Wir haben uns Olympia jetzt richtig bewusst erspielt und verdient und gehen mit einem viel größeren Schub nach Peking, als wenn wir uns schon vor einem halben Jahr als EM-Dritter qualifiziert hätten", meinte der 23-Jährige: "Außerdem haben wir bewiesen, dass uns keines der Teams außerhalb der Top Ten gefährlich werden kann."

© SID

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