Hockey Olympia
Spaniens Hockey-Frauen müssen um Olympia bangen

Den spanischen Hockey-Frauen droht das vorzeitige Olympia-Aus. Zwei Spielerinnen wurde die Einnahme von Doping nachgewiesen, der spanische Verband wittert einen Komplott.

Ein mysteriöser Dopingfall könnte die Teilnahme von Spaniens Hockey-Frauen an den Olympischen Spielen in Peking verhindern. Der spanische Verband wehrt sich allerdings gegen alle Vorwürfe und spricht seinerseits sogar offen von einem Komplott beim Qualifikations-Turnier im April in Aserbaidschan durch die Gastgeber. Die Iberer glauben, dass sich die Asiaten das Olympia-Ticket auf diese Weise doch noch sichern wollen.

Der Hockey-Weltverband FIH habe die Spanier von zwei positiven Dopingproben informiert, sagte der spanische Verbandspräsident Marti Colomer der Sportzeitung AS. Die FIH bestätigte am Nachmittag am Rande der Champions Trophy der Frauen in Mönchengladbach in einer offiziellen Mitteilung den Vorgang, ohne Namen zu nennen, und erklärte, dass jetzt die B-Proben analysiert werden. Bis zum Abschluss der Untersuchung sollen über das laufende Verfahren keine weiteren Erklärungen abgegeben werden.

Nach den Regeln der FIH könnten die Iberer von den Spielen in Peking ausgeschlossen werden, wenn mehr als einem Mannschaftsmitglied Doping nachgewiesen würde. "Das wäre das Schlimmste, was passieren könnte. Aber wir hoffen, dass der Weltverband realisiert, dass unsere Spielerinnen nichts damit zu tun haben. Darauf würde ich mein Leben verwetten", meinte Colomer, nach dessen Aussage es sich bei den verbotenen Substanzen um Stimulanzien wie Amphetamine handelt.

"Alles, was in Baku passiert ist, war ein Alptraum"

Beim Turnier in Aserbaidschans Hauptstadt Baku sollen vor einer Partie gegen Kenia gleich vier spanische Spielerinnen im Hotel zusammengebrochen sein, nachdem sie Ausdünstungen aus der Klimaanlage eingeatmet hatten.

Neben nächtlichem Telefonterror berichtete die spanische Mannschaftsleitung auch von Übelkeit nach dem Trinken von Wasser, das von den offiziellen Turnierorganisatoren gestellt worden war. Letztlich aber qualifizierte sich Spanien durch einen 3: 2-Endspielerfolg gegen die Gastgeber für Peking.

"Alles, was in Baku passiert ist, war ein Alptraum", sagte Spaniens Trainer Pablo Usoz: "Die haben dort alles getan, um uns durcheinanderzubringen, aber sie haben es nicht geschafft. Ich denke, die Dopingfälle sind der letzte Versuch, auf unsere Kosten einen Olympiaplatz zu bekommen." Aserbaidschan würde bei einer Disqualifikation Spaniens nachrücken.

© SID

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