Hockey Turnier
DHB-Frauen erkämpfen sich die Champions Trophy

Die deutschen Hockey-Frauen können zum erstenmal den Sieg der begehrten Champions Trophy feiern. Im hart umkämpften Finale in Amstelveen setzten sich die DHB-Damen mit 3:2 (1:1) knapp gegen das chinesische Team durch.

Für die deutsche Hockey-Nationalmannschaft der Frauen ist es ein historischer Erfolg. Zum ersten Mal überhaupt hat das Team die Champions Trophy der sechs weltbesten Mannschaften gewonnen. Im Endspiel in Amstelveen bezwang die Auswahl des Deutschen Hockey-Bundes China mit 3:2 (1:1) und absolvierte damit eine glänzende Generalprobe für die Weltmeisterschaft in Madrid (27. September bis 7. Oktober). Die Mannheimerin Fanny Rinne war mit einer in letzter Minute verwandelten Strafecke die Matchwinnerin für das Team von Bundestrainer Markus Weise in einem dramatischen Endspiel.

Rinne hatte bereits in der ersten Halbzeit die chinesische Führung durch Li Hong Xia (9.) postwendend ausgeglichen (11.). Die Asiatinnen, gegen die Deutschland bereits in der Vorrunde mit 3:2 erfolgreich war, gingen nach der Pause erneut durch Ma Yi Bo (41.) in Führung. Doch erneut schlug Deutschland sofort zurück und glich durch Natascha Keller (43.) aus.

Starke deutsche Defensive machte es starken Chinesinnen schwer

China hatte über weite Strecken mit seinen schnellen Angreiferinnen Feldvorteile und konnte sich insgesamt sechs Strafecken gegenüber zwei der Deutschen herausarbeiten. Doch die deutsche Abwehr um Tina Bachmann und Torfrau Yvonne Frank stand insgesamt sicher. Bei Kontern waren die DHB-Damen zudem ständig gefährlich und hatten in der 53. Minute mit einem Pfostenschuss Pech. In der Schlussphase schienen sie kräftemäßig stärker als die Chinesinnen zu sein und drängten am Ende erfolgreich auf den Siegtreffer in der regulären Spielzeit.

Die zwei Erfolge gegen die Chinesinnen sind besonders wichtig mit Blick auf die WM, wo beide Mannschaften in der Vorrunde erneut aufeinander treffen und mit Europameister Niederlande voraussichtlich um die zwei Halbfinalplätze streiten. Die Gastgeberinnen beendeten das Turnier der sechs weltbesten Mannschaften auf Platz drei vor Weltmeister Argentinien, Australien und Neuseeland, das absteigen muss.

Die deutschen Damen mussten am Samstag noch um den Finaleinzug zittern, weil sie das abschließende Vorrundenspiel gegen Australien mit 1:2 (0:1) verloren hatten. Durch den anschließenden 3:2-Erfolg von Argentinien gegen die Niederlande stießen sie aber dennoch zum vierten Mal nach 1997, 2000 und 2004 in das Trophy-Finale vor.

© SID

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