Hockey Turnier
Hockey-Frauen rüsten sich ab heute für Peking

Mit der Begegnung gegen den Erzrivalen Niederlande starten Deutschlands Hockey-Frauen heute in die Champions Trophy. Das Turnier in Mönchengladbach gilt als Olympia-Generalprobe.

An der Stätte des WM-Triumphes der Männer wollen Deutschlands erfolgreiche Hockey-Frauen den Grundstein für die Wiederholung des goldenen Märchens von Athen legen. Die Champions Trophy im Mönchengladbacher Hockey-Park ist knapp drei Monate vor den Olympischen Spielen in Peking die letzte große Standortbestimmung für das Team von Bundestrainer Michael Behrmann, der seine Mannschaft in China zur erneuten Goldmedaille führen will. Für die Spielerinnen ist es eine der letzten Chancen, sich eines der begehrten 16 Olympiatickets zu sichern.

"Für alle Spielerinnen gilt es, ein großes Ausrufezeichen zu setzen, dass sie nach Peking wollen", sagt Behrmann und heizt in der entscheidenden Vorbereitungsphase den Konkurrenzkampf noch einmal an. Die Spiele bei der 16. Auflage des traditionell bestbesetzten Turniers der Welt werden dem Trainer dabei sicher die nötigen Fingerzeige geben.

"Das werden ganz enge Spiele"

Immerhin geht es in Mönchengladbach für die Olympiasiegerinnen, die im vorigen Jahr unter Behrmann erstmals Europameisterinnen wurden, gegen den Erzrivalen und Weltmeister Niederlande, Rekord-Trophygewinner Australien, Ex-Weltmeister Argentinien sowie die starken Asiatinnen aus Japan und Olympia-Gastgeber China.

"Das werden ganz enge Spiele", prophezeit Behrmann vor dem heutigen Auftaktduell mit Erzrivale Niederlande (15.00 Uhr/live im WDR). Die Unterschiede zwischen den Spitzenteams sind minimal.

Auch wenn er mit dem EM-Erfolg seinen ersten Titel bereits gewonnen hat, will der neue Bundestrainer auch bei Olympia an die Arbeit seines Vorgängers Markus Weise anknüpfen, der nach dem WM-Triumph 2006 zu den deutschen Männern gewechselt ist. "Ich habe von ihm eine tolle Mannschaft übernommen, aber ich habe auch schon einen kleinen Anteil an diesem Team", sagte Behrmann, unter dessen Führung acht aktuelle Nationalspielerinnen 2005 in der U21 Vize-Weltmeister wurden. Dagegen stehen nur noch sechs Olympiasiegerinnen im aktuellen Kader.

Anneke Böhmert wieder mit dabei

Zurückgekehrt ist Anneke Böhmert vom Club an der Alster, die sowohl im Angriff als auch im Mittelfeld getestet werden soll. "Sie war ja zwei, drei Jahre ganz weg aus der Nationalmannschaft. Sie ist fit wie nie", sagt Behrmann: "Das Turnier wird für sie ein Härtetest. Bis jetzt hat sie sich sehr gut präsentiert, ich habe große Hoffnung, dass sie uns auch Richtung Peking verstärken kann."

Nach der Champions Trophy, die das deutsche Team 2006 zum bislang einzigen Mal gewonnen hat, steht vom 10. bis 15. Juni noch ein Vier-Nationen-Turnier in Dublin an, wo die drei für Mönchengladbach nicht nominierten Spielerinnen eine Einsatzchance bekommen sollen. Nach dem Vier-Nationen-Turnier in Bremen vom 1. bis 7. Juli will Behrmann dann das endgültige Olympia-Aufgebot benennen.

Eine neue Herausforderung ist für die Spielerinnen auch das gestiegene Medien-Interesse vor dem Heimspiel in Mönchengladbach. "Wir freuen uns darüber, aber trotz allem ist es für die Mannschaft noch ungewohnt, so im Mittelpunkt zu stehen", sagt der Bundestrainer.

Die DHB-Spitze erhofft sich von einem Turnier mit großem Zuschauerinteresse aber auch eine "zusätzliche Motivation" für Peking, wie DHB-Generalsekretärin Uschi Schmitz betont: "Ich glaube, dass das die Mannschaft einen Schritt weiterbringt."

© SID

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