Hockey WM
DHB-Herren holen Hallen-Titel - Bronze für Damen

Die deutsche Hockey-Herren haben sich dank eines 4:1-Finalsiegs gegen Polen mit dem Titel des Hallenweltmeisters gekrönt. Für die Damen sprang nach dem überraschenden Halbfinal-Aus zumindest noch Bronze heraus.

Nach dem überraschenden Halbfinal-Ausscheiden der deutschen Hockey-Damen haben zumindest die Herren bei der 2. Hallen-WM in Wien den erwarteten Titel eingefahren. Das DHB-Team wahrte seinen Nimbus der Unbesiegbarkeit und gewann nach der Premiere vor vier Jahren in Leipzig auch die zweite Auflage. Im Finale besiegte das Team von Bundestrainer Markus Weise Mitfavorit Polen mit 4:1 (0:1) und fügte damit dem im September gewonnen Feldtitel einen weiteren Triumph an. Deutschland hat außerdem bereits sämtliche bislang ausgetragenen zwölf Hallen-Europameisterschaften für sich entschieden.

Bronzener Trost für Frauen

Die deutschen Damen belegten unterdessen den dritten Platz. Im "kleinen Finale" am Sonntag bezwang der Titelverteidiger die Ukraine 5:2 (0:1) und schaffte damit einen versöhnlichen Turnierabschluss. Am Samstag war das Team nach einer Unzahl vergebener Chancen völlig überraschend durch eine 3:4 (1:3)-Niederlage gegen Spanien im Halbfinale ausgeschieden. Neuer Weltmeister wurden die Niederlande, die sich mit 4:2 (2:0) gegen Spanien durchsetzten und nun ebenfalls Doppel-Weltmeister sind.

Benedikt Sperling, Moritz Fürste, Sebastian Draguhn und Oskar Deeke trafen für die junge deutsche Herren-Mannschaft, die eine Demonstration technischer und physischer Stärke zeigte. Polen war im ersten Durchgang durch einen umstrittenen Treffer von Dariusz Malecki glücklich in Führung gegangen. "Ich bin froh und stolz, das wir den Titel praktisch ohne Vorbereitung verteidigen konnten", sagte Weise, "viele Nationen haben aufgeholt, vor allem aus Osteuropa."

Julia Müller beste Spielerin des Turniers

Julia Müller (2), Rebecca Landshut, Britta von Livonius und Jennifer Plass trafen für die Mannschaft von Bundestrainer Michael Behrmann, die sich wenigstens mit der Bronzemedaille für das unglückliche Halbfinal-Aus trösten konnte. Die Hamburgerin Müller war mit 18 Treffern nicht nur Top-Torschützin, sondern wurde auch als beste Spielerin des Turniers ausgezeichnet.

"Wir haben uns vorzuwerfen, dass wir das beste Team hier waren, es aber trotzdem nicht geschafft haben, ins Endspiel zu kommen", sagte Behrmann, "mit den Spielerinnen, die hier waren, hätte man klar Weltmeister werden müssen. Das ist ein klarer Vorwurf und da nehme ich mich als Trainer nicht aus."

© SID

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