Hockey WM: DHB-Teams wollen bei Hockey-WM Titel verteidigen

Hockey WM
DHB-Teams wollen bei Hockey-WM Titel verteidigen

Heute beginnt in Wien die 2. Hallenhockey-WM der Herren und Damen. Trotz Personalmangel zählen die deutschen Teams als Titelverteidiger zu den Topfavoriten. Das Turnier soll als Vorbereitung auf die Feldhockey-EM dienen.

Viel Zeit zum Feiern blieb den frischgebackenen deutschen Meistern vom Crefelder HTC nicht. Bereits einen Tag nach Gewinn der Hallenhockey-Meisterschaft durch ein 1:0 über den Düsseldorfer HC machten sich die Nationalspieler Oskar Deecke, Oliver Korn und Tim Weß aus der Seidenstadt auf den Weg zur Hallenhockey-Weltmeisterschaft in Wien. Heute gehen dort das Frauen- und das Männerteam des deutschen Hockey-Bundes (DHB) als hohe Favoriten die Verteidigung ihrer 2003 in Leipzig gewonnenen Titel an.

Praktisch ohne Vorbereitung starten die DHB-Teams in die zweite Hallen-WM. Während Bundestrainer Markus Weise mit seiner Mannschaft in Wien trainiert, hatte Kollege Michael Behrmann die Frauen noch für anderthalb Tage in Köln zu einem Schnelllehrgang versammelt. Eine optimale Einstimmung auf eine WM sieht natürlich anders aus. "Wir müssen uns halt im Turnier einspielen", meint Weise. Zusammenspiel und Abstimmung sind das größte Problem, hallentechnisch macht den deutschen Hockey-Cracks immer noch niemand etwas vor.

Bislang einzige Niederlage gegen Polen

Doch andere Nationen holen auf. Bei der EM 2006 gab es beispielsweise gegen Polen in der Vorrunde die erste Niederlage einer deutschen Mannschaft in der Halle überhaupt. "Die Polen sind ein Top-Favorit", sagt Weise, "die darf man nicht ins Spielen kommen lassen."

Bei den Frauen nehmen beispielsweise die Niederlande und Australien die Sache recht ernst, sie bereiten sich seit Wochen auch mit der Hilfe deutscher Trainer auf die Titelkämpfe vor. "Eine schwierige Situation für die deutschen Teams. Ein Titelgewinn wäre das Normalste der Welt, ein Scheitern also eine Pleite: "Wir haben einen WM-Titel zu verlieren", weiß Behrmann.

Dennoch haben er und Weise auf die Nominierung ausgesprochener Hallenspezialisten wie dem Hamburger Torjäger Philipp Sunkel verzichtet. Die Titelkämpfe dienen stattdessen bereits der Vorbereitung auf die Feld-Europameisterschaft im August in Manchester, wo es um die direkte Qualifikation für die Olympischen Spiele 2008 in Peking geht. Beide Bundestrainer haben deshalb nur Spieler aus den Feldkadern sowie Nachwuchskräfte nominiert. "Die Priorität liegt klar auf der EM", erklärt Behrmann.

"Es geht auch darum, dass wir uns kennenlernen", sagt Weise, der seit November als Nachfolger von Erfolgscoach Bernhard Peters von den Frauen zu den Männern gewechselt ist. "Außer einer langweiligen Leistungsdiagnostik und einem Eckenlehrgang hatten wir noch keinen Kontakt", sagt der Mannheimer.

Weniger Topstars, dafür mehr Talente

Auf Topstars wie die Weltmeister Christopher Zeller, Philipp Crone oder Matthias Witthaus verzichtet er in Wien, stattdessen dürfen sich Nachwuchsspieler wie der 19 Jahre alte Hamburger Tobias Hauke oder eben Korn und Deeke präsentieren und ihre Chance suchen.

Behrmann hatte seine Frauen immerhin bereits bei einem Lehrgang in Südafrika und der Champions Trophy im Januar in Argentinien um sich versammelt. Auch er hat in Wien etablierte Kräfte wie Kapitän Marion Rodewald und Torjägerin Natascha Keller dabei, aber auch Talente wie die frisch gebackene Hallenmeisterin Julia Müller vom Hthc Hamburg und Jennifer Plass, die in Barcelona spielt.

© SID

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