Hockey WM
Hockey-Frauen stellen Weichen auf Halbfinale

Die deutschen Hockey-Damen sind dem Halbfinale bei der WM in Madrid durch einen 3:1-Sieg gegen China wieder einen Schritt näher gekommen. Maike Stöckel, Silke Müller und Mandy Haase trafen für die DHB-Auswahl.

Das Halbfinale wieder in Sicht hat die deutsche Hockey-Nationalmannschaft der Frauen bei der Weltmeisterschaft in Madrid. Nach der 0:1-Auftaktniederlage gegen Spanien und dem 3:2-Sieg über Indien gewann das DHB-Team das dritte Vorrundenspiel gegen China mit 3:1 (0:0). Damit rückten die deutschen Damen auf Rang zwei hinter Tabellenführer Niederlande (neun Zähler) vor, der sein Spiel gegen Spanien mit 2:0 gewann. "Es war sicher nicht das attraktivste Hockey, aber wir haben drei Punkte und darauf kommt es an", stand für Bundestrainer Markus Weise nach dem Spiel das positive Ergebnis im Vordergrund.

Die Tore für die DHB-Auswahl fielen spät: Maike Stöckel sorgte erst in der 46. Minute für die Führung, als sie sich ein Herz fasste und vom Kreisrand flach und unhaltbar abzog. "Da habe ich etwas Glück gehabt", gab die Kölnerin zu, "ich habe gar nicht voll getroffen, aber dadurch die Torfrau wohl irritiert."

Noch schöner das Tor von Silke Müller, die mit einer argentinischen Rückhand traf (52.). Doch schon im Gegenzug nutzte Sun Chen eine Unkonzentriertheit in der Abwehr zum Anschlusstreffer. Die Chinesinnen drückten nun auf den Ausgleich, doch Mandy Haase sorgte mit ihrem Tor neun Minuten vor Schluss für die Entscheidung.

Drei Strafecken nicht genutzt

In der ersten Hälfte hatte Janine Beermann bereits nach sieben Minuten die erste gute Torgelegenheit, ihr Rückhandschuss aus etwa zehn Metern wurde von der chinesischen Torfrau aber sicher gehalten. Zwei Minuten später bekamen die deutschen Damen eine Strafecke zugesprochen, konnte diese aber genauso wie zwei weitere Versuche im ersten Durchgang nicht nutzen.

Zum Glück für das Weise-Team waren auch die Asiatinnen, die auch bei der Champions Trophy zweimal gegen Deutschland verloren hatten, bei ihren Strafecken nicht effektiver und konnten ebenfalls drei dieser gefährlichen Standardsituationen nicht nutzen. Torfrau Yvonne Frank klärte jedes Mal souverän. Chancen aus dem Spiel ließ die sicher agierende deutsche Abwehr zunächst nicht zu, obwohl Tina Bachmann schon nach etwa zwölf Minuten mit Verdacht auf Oberschenkelzerrung ausscheiden musste. Möglicherweise kann die Braunschweigerin am Dienstag aber wieder dabei sein. "Wir wollten kein Risiko eingehen", so Weise.

Nur 200 Zuschauer im Club de Campo

Die Zuschauerzahl war einmal mehr gering: Insgesamt verloren sich auf der Anlage des noblen Club de Campo vielleicht 200 Hockey-Fans. Die etwa 25 Anhänger des deutschen Teams machten mit einer gigantischen Deutschland-Fahne auf der Tribüne auf sich aufmerksam.

Schützenhilfe hatte das deutsche Team zuvor von den Inderinnen erhalten, als diese den Engländerinnen beim 1:1 (0:0) zwei der von ihnen einkalkulierten Punkte abnahmen. England ist am Dienstag (12 Uhr) der vierte Vorrundengegner der deutschen Mannschaft, bevor am Mittwoch (12 Uhr ) das abschließende Match gegen die Niederlande ansteht.

"Gegen England wird es jetzt super hart und heftig", sagte Weise, "die sind schließlich auch noch im Kampf ums Halbfinale dabei". Torschützin Stöckel ist sich dennoch sicher: "Wir haben uns einen Sieg gegen England fest vorgenommen und glauben daran."

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%