Hockey WM
Hockey-Herren lassen Südafrika keine Chance

Titelverteidiger Deutschland ist bei der Hockey-WM in Mönchengladbach nach einem deutlichen 5:0 (2:0)-Erfolg gegen Südafrika weiter auf Halbfinal-Kurs. Matthias Witthaus glänzte mit zwei Treffern.

Titelverteidiger Deutschland hat sich bei der 11. Hockey-Weltmeisterschaft in Mönchengladbach auch im vorletzten Gruppenspiel gegen Südafrika keine Blöße gegeben. Vor 9 000 begeisterten Zuschauern gewann das Team von Bundestrainer Bernhard Peters mit 5:0 (2:0) und feierte damit in Gruppe B den dritten Sieg bei einem Unentschieden.

Top-Torjäger Philipp Zeller (4.), Matthias Witthaus (32. und 65.), Oliver Hentschel (63.) und Sebastian Biederlack (69.) trafen für die Auswahl des Deutschen Hockey-Bundes (DHB), die es bei zahlreichen Großchancen allerdings verpasste, etwas für ihre Tordifferenz zu tun.

Im letzten Gruppenspiel am Mittwoch (16.20 Uhr) gegen Südkorea genügt Deutschland und auch den Asiaten nun ein Remis, um in die Vorschlussrunde einzuziehen und Top-Favorit Niederlande auszuschalten, der am Dienstagabend sein letztes Gruppenspiel gegen Indien bestritt.

Peters war "sehr erleichtert nach dem zwischenzeitlich harten Fight" und lobte sein Team in höchsten Tönen: "Dieser Mannschaft ist alles zuzutrauen. Wenn wir weiter so angreifen, dann ist alles möglich."

Deutsche Mannschaft überzeugt mit Angriffs-Hockey

Von Anfang an setzte die deutsche Mannschaft den Gegner unter Druck. Wie aufgedreht rannten die Peters-Schützlinge über den Platz und versuchten mit konsequentem Pressing, den Afrikameister zu Fehlern zu zwingen. Bereits in der dritten Minute hatte Witthaus die erste klare Torgelegenheit, seinen Schuss klärte aber Andrew Cronje auf der Linie. Doch schon eine Minute später fand Rekordnationalspieler Philipp Crone mit einem langen Pass Zeller freistehend im Kreis. Der 21 Jahre alte Torjäger fälschte die Kugel nur noch leicht, aber unhaltbar für Schlussmann Chris Hibbert ab. Es war bereits der sechste Turniertreffer für den Noch-Münchner - eine unglaubliche Erfolgsquote.

"Die Mannschaft hat Super-Angriffshockey gespielt, das war großartig anzusehen", freute sich Altstar Stefan Blöcher in der Halbzeitpause. Insbesondere Witthaus sorgte immer wieder für Gefahr vor dem Tor der Südafrikaner. Und nachdem der bisherige Pechvogel noch in der 15. und 28. Minute zunächst am Pfosten und danach am Torwart gescheitert war, sorgte er drei Minuten vor dem Ende des ersten Abschnitts für die beruhigende 2:0-Führung zur Pause, als er nach einem Solo zunächst cool den Keeper ausspielte und dann mit der Rückhand einschob.

Kampfstarke Südkoreaner warten auf Peters-Schützlinge

Im zweiten Durchgang schaltete das Team dann einen Gang zurück, auch um schon Kräfte zu schonen. Das abschließende Match gegen die Koreaner wird nämlich keinesfalls ein Selbstgänger. Die Asiaten präsentierten sich in Gladbach wieder als kampfstarkes, ungemein flinkes und technisch gewandtes Kollektiv. Nur 215 männliche Hockeyspieler gibt es in dem fernöstlichen Land, durch ein vorbildliches Fördersystem haben sie aber absolute Weltklasse erreicht. 2000 gewannen sie in Sydney Olympia-Silber.

Die Koreaner sind auch alle Vollprofis, die zwar bei Großkonzernen angestellt sind, aber tatsächlich ausschließlich Hockey spielen. "Wir werden natürlich versuchen, auch gegen Deutschland zu gewinnen", kündigte Trainer Myung Jun Cho an. Bei ihrem 3:2-Erfolg zum Turnierauftakt gegen die Niederlande haben sie schon gezeigt, dass sie jedes Topteam schlagen können.

© SID

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