Hockey WM
Hockey-Herren retten Remis gegen Niederlande

Nach einem 0:2-Rückstand kamen die deutschen Hockey-Herren noch zu einem 2:2-Unentschieden gegen den WM-Favoriten Niederlande. Vor 12 000 Zuschauern in Mönchengladbach trafen Christoph Zeller und Moritz Fürste.

Mit Mühe hat sich Titelverteidiger Deutschland in seinem zweiten Spiel bei der Hockey-WM in Mönchengladbach ein Unentschieden gegen den Erzrivalen und Top-Favoriten Niederlande erkämpft. Das Team von Bundestrainer Bernhard Peters holte beim 2:2 (0:0) vor 12 000 begeisterten Zuschauern im erstmals ausverkauften Gladbacher Hockey-Park einen 0:2-Rückstand auf und ist in der Gruppe B gegenüber "Oranje" weiter im Vorteil. Beide Teams haben vier Punkte auf ihrem Konto, das DHB-Team hat aber erst zweimal, die Niederländer schon dreimal gespielt. Tabellenführer in der Gruppe B ist Südkorea mit sechs Zählern.

Matthijs Brouwer (37.) und Rob Reckers (43.), der eine zögerliche Abwehr des deutschen Kapitäns Timo Weß ausnutzte, brachten die Niederländer in Führung. Danach kam die DHB-Auswahl aber angetrieben von den Fans durch einen Strafeckentreffer von Christopher Zeller (47.) und ein Traumtor von Moritz Fürste zurück ins Spiel. In den Schlussphase rettete Torhüter Ullrich Bubolz den Punktgewinn.

"Ich bin zufrieden"

"Wir haben super gefightet und sind nach dem 0:2 noch zurückgekommen", sagte Peters, "ich bin sehr zufrieden. Der Punkt hilft uns mehr als den Niederländern. Wir haben jetzt alle Möglichkeiten." Auch Fürste war überglücklich: "Die Fans waren einmalig und haben uns getragen", erklärte der Hamburger, "wir haben immer daran geglaubt, dass wir das Ding noch drehen können."

Die 12 000 Zuschauer sorgten im erstmals ausverkauften Hockey-Park in Mönchengladbach schon lange vor Anpfiff der Partie für eine einmalige Partystimmung. Im Spiel dauerte es zunächst eine ganze Weile, bis die Spieler ihre Nervosität ablegten. Die "Oranjes" wollten nach ihrem Fehlstart gegen Südkorea (2:3) auf keinen Fall verlieren, um ihre Chancen auf das Halbfinale zu wahren. "Für uns wird es jetzt ganz schwer", sagte Mittelfeldstar Teun de Nooijer, "wir brauchen jetzt auch etwas Glück."

Deutschland agiert aus stabiler Abwehr

Auch für das deutsche Team war ein Punktgewinn angesichts der schweren nächsten Partie schon am Sonntag (14.45 Uhr/live im WDR) gegen England Pflicht. Nach den 1:2-Niederlagen gegen den Erzrivalen zuletzt bei der WM-Generalprobe in Hamburg und im Finale der Champions-Trophy ließ Bernhard Peters seine Mannschaft zunächst vorsichtig aus einer gesicherten Abwehr kontern. Daraus ergaben sich in der sechsten und zehnten Minute gute Gelegenheiten, die Matthias Witthaus und Oliver Hentschel aber nicht nutzen konnten.

Die Gäste fanden auch anschließend wenig Mittel, um gefährlich in den deutschen Schusskreis einzudringen. Ein Schuss von Roderick Weusthoff (13.) über das Tor war die einzige Gelegenheit. Dagegen verhinderte Torwart Guus Vogels auf der Gegenseite gegen den freistehenden Fürste (25.) mit einer Glanzparade das deutsche Führungstor. Auch bei einer Strafecke von Jan Marco Montag (28.) rettete der niederländische Schlussmann.

Erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit wurde der Angriffsdruck der Holländer stärker. Zu Beginn der zweiten Hälfte nutzten die Niederländer ihre Chancen konsequent. Brouwer wurde von Teun de Noojer freigespielt und Reckers profitierte von einem schweren Fehler von Kapitän Timo Weß, der die Kugel auf der Torlinie vertändelte.

Fürste erzielt Traumtor

Doch erneut zeigte die junge Mannschaft große Moral. In der 48. war Zeller mit seinem dritten Turniertreffer erfolgreich. Der Hamburger Fürste, mit 21 Jahren der Youngster im deutschen Team, krönte die Ausgleichsbemühungen mit einem "Tor des Monats" in den Winkel. Als die Deutschen Dank großartiger Paraden von Bubolz auch noch die niederländische Schlussoffensive überstanden, kannte der Jubel der erleichterten deutschen Fans kaum Grenzen.

© SID

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