Hockey WM
Hockey-Kracher: Deutschland erwartet "Oranje"

Bei der 11. Feldhockey-WM kommt es heute schon zu einem richtigen Kracher: Die deutschen Hockey-Herren müssen sich ab 15.15 Uhr (live im WDR) vor ausverkaufter Heimkulisse gegen den Erzrivalen Niederlande beweisen.

Schon das zweite Spiel bei der Hockey-Weltmeisterschaft im eigenen Land verspricht ein Kracher zu werden. Nach dem Auftaktsieg der deutschen Hockey-Herren gegen Indien steht heute um 15.15 Uhr (live im WDR) das Duell des Titelverteidigers mit dem Erzrivalen Niederlande auf dem Programm - und der neue Hockey-Park in Mönchengladbach wird mit 12 000 Fans erstmals ausverkauft sein.

"Das ist bombastisch", sagt Abwehrspieler Philipp Zeller im Hinblick auf die Unterstützung. Die Zuschauer hatten das Team von Bundestrainer Bernhard Peters schon am Mittwoch beim 3:2 gegen die Inder zum Sieg gebrüllt. "Das gibt einen richtigen Adrenalinschub und setzt Kräfte frei, die man vor 500 Zuschauern gar nicht hätte", sagt Zeller, der mit seinem gegen Indien zweimal erfolgreichen Bruder Christopher nach der WM in die Niederlande zum Spitzenklub HC Bloemendaal wechselt.

Zeller-Brüder wollen "dumme Sprüche" verhindern

Deshalb haben die Zeller-Brüder bei dieser WM einen besonderen Wunsch. "Wir müssen vor den Holländern landen, sonst müssen wir uns das ganze Jahr dumme Sprüche anhören", sagt Philipp Zeller. Auch Mittelfeldmann Tibor Weißenborn, der schon in Bloemendaal mit Oranje-Superstar Teun de Nooijer spielt, hat "einen Traum": "Dass wir Drei vor dem ersten Spieltag der neuen Saison in Bloemendaal den großen Blumenstrauß bekommen."

Da Weißenborn die Niederländer noch einen Tick besser kennt als seine von Coach Peters durch Videos perfekt geschulten Mitspieler, weiß der gebürtige Berliner aber auch, dass der holprige Start der Oranje-Stars mit der 2:3-Auftaktpleite gegen Südkorea und dem mühsamen 2:0 gegen Südafrika für das DHB-Team eher Gefahr als Vorteil ist. "Es ist immer schön, wenn es für die Niederlande gut läuft. Dann kommt bei ihnen eine gewisse Überheblichkeit, und wir können unsere Aggressivität dagegen setzen", sagt Weißenborn, einer von noch sieben Weltmeistern von Kuala Lumpur 2002 im DHB-Kader: "Wenn es für sie aber schon um alles geht, werden sie uns sicher nicht unterschätzen."

Holländer haben auf jeder Position einen Kracher

Bundestrainer Peters, der nach der WM nach 21 Jahren den DHB verlässt und als Sportdirektor zum Fußball-Regionalligisten TSG Hoffenheim wechselt, war nicht so überrascht von den Problemen der Niederländer gegen Südkorea, kennt aber die Qualitäten des dreimaligen Weltmeisters und zweimaligen Olympiasiegers. "Sie sind sind einfach super besetzt. Sie haben im Mittelfeld Leute wie Jeroen Delmee und Teun de Noijer, dazu sprintstarke und technisch gute Stürmer, in Floris Evers einen Shooting-Star, der schon sehr clever spielt, einen Top-Torhüter, und sie spielen sehr gute Ecken", sagt Peters.

Dennoch sieht der erfahrene Coach Chancen für seine junge Mannschaft, die zuletzt bei der Champions Trophy in Terrassa und beim Vierländerturnier in Hamburg knapp gegen die Niederländer verlor. "Wir waren in Hamburg keinesfalls schlechter. In der ersten Halbzeit waren wir zu verhalten, in der zweiten hatten wir dann gute Chancen", meint der Bundestrainer. Peters wünscht sich "mehr Variabilität und Qualität im Aufbau und mehr Effektivität bei bei den Außenangriffen und im Abwehrverhalten" und verspricht: "Wir wollen allen Willen und Kampf hineinlegen, um den Holländern einen heißen Kampf zu liefern."

© SID

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