Hockey WM
"Oranje" mit Zittersieg - Pakistan muss bangen

Die Niederlande haben mit Müh und Not durch ein 4:3 (2:2) gegen England ihre Halbfinalchance gewahrt. Dagegen kann Pakistan das Semifinale nach dem 0:1 gegen Argentinien nicht mehr aus eigener Kraft erreichen.

Die Niederlande haben bei der Hockey-Weltmeisteraschaft in Mönchengladbach mit großer Mühe das vorzeitige Aus vermieden und wahrten ihre Minimalchance auf den Halbfinaleinzug. Das "Oranje-Team" setzte sich am Montagabend vor etwa 8 000 Zuschauern in einem dramatischen Spiel nach zweimaligem Rückstand noch mit 4:3 (2:2) gegen England durch.

Eckenspezialist Taeke Taekema rettete mit zwei Treffern in der zweiten Halbzeit (45. und 64.) den Champions-Trophy-Sieger. England war in der Partie durch James Tindall (10.) und Richard Mantell (14.) früh in Führung gegangen, bevor Teun de Nooijer (20.) und Ronald Brouwer (21.) ausglichen. Nach der Pause brachte erneut Tindall (39.) die jungen Briten noch einmal in Front. Doch als es darauf ankam, war der im bisherigen Turnier enttäuschende Taekema erfolgreich und wurde deshalb zum "Spieler des Tages" gewählt.

Mit sieben Punkten aus vier Spielen in der Vorrundengruppe B haben die Holländer nur noch die Chance, das Halbfinale zu erreichen, wenn Deutschland am Dienstag (18.00) gegen Südafrika und am Mittwoch (16.20) gegen Südkorea patzt oder die Koreaner schlägt. Die am Montag spielfreien WM-Gastgeber haben ebenfalls sieben Punkte auf dem Konto. Südkorea braucht nach seinem 2:1 (0:0)-Erfolg gegen Indien mit zehn Punkten noch einen Zähler, um absolut sicher zu sein.

Pakistan nur noch mit theoretischen Chancen

Dagegen ist Rekordweltmeister Pakistan praktisch ausgeschieden. Im vierten Vorrundenspiel der Gruppe A unterlagen die Asiaten gegen Amerika-Meister Argentinien überraschend mit 0:1 (0:0) und bleiben damit bei lediglich fünf Zählern. Um doch noch das Semifinale zu erreichen brauchen die "Grünhemden" im letzten Gruppenspiel am Mittwoch (20.30) einen Sieg über Olympiasieger Australien und müssen darauf hoffen, dass sich am Dienstag (14.00) Neuseeland (7 Punkte) und Australien (6) unentschieden trennen. "Wir haben fast alles richtig gemacht, nur das Tor nicht getroffen", klagte Pakistans Trainer Shahnaz Sheikh, "dafür mussten wir einen hohen Preis bezahlen."

Spanien bleibt auf Kurs

Europameister Spanien (8) steht dagegen nach seinem 3:1 (2:0)-Erfolg über Neuseeland fast sicher in den Spielen um die Medaillen. Die Iberer brauchen nur noch einen Zähler aus ihrem letzten Match am Mittwoch (13.00) gegen das bislang sieglose Japan. "Ich bin sehr glücklich darüber, wie meine Mannschaft heute gespielt", sagte Spaniens niederländischer Trainer Maurits Hendriks, "wir werden das Match gegen Japan jetzt sehr ernst nehmen, damit wir unser Schicksal in der eigenen Hand behalten."

Die Pakistanis konnten gegen die Südamerikaner ihre spielerische Überlegenheit nie umsetzen. Sie vergaben unter anderem sieben Strafecken, Spezialist Sohail Abbas traf zweimal die Querlatte. Argentiniens Keeper Juan Vivaldi erwischte außerdem einen Glanztag und vereitelte zahlreiche Großchancen. Argentinien reichte so ein Konter durch Mario Almada, der nach einem großartigen Solo im Schusskreis gefoult wurde. Matias Vila (41.) verwandelte den fälligen Siebenmeter zum ersten Sieg der Argentinier im Turnier.

David Alegre (10.), Santiago Freixa (19.) und Eduard Tubau (36.) waren für die spanische Mannschaft erfolgreich. Das Tor für die "Black Sticks" erzielte Haydon Shaw (40.). Neuseeland kann selbst mit einem Sieg gegen Australien das Halbfinale nicht mehr aus eigener Kraft erreichen.

© SID

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